Umjubelte Tanzshow von Birgitt Fründ in der Bad Hersfelder Stadthalle

Rockig, peppig und bunt

Großes Finale: Die unterhaltsame Tanzshow wurde vom Publikum mit lang anhaltendem Beifall belohnt. Fotos: Hettenhausen

Bad Hersfeld. Die Bühne in der Stadthalle gehörte am Samstag den vielen Tänzerinnen und Tänzern des Tanzstudios Birgitt Fründ. Elegant und rockig, sexy und drollig präsentierten sie in zwei Aufführungen einen Mix aus unterschiedlichen Tanzformen.

Nicht nur die Discokugeln der Bühnendekoration und die Kostüme glitzerten dabei, auch die Gesichter der Akteure strahlten und verheimlichten nicht den Spaß, den ihnen das Tanzen macht. Es wurde in den Ballettchoreographien geschwebt, gestampft im Streetdance und im HipHop, gesteppt im Flamenco und leidenschaftlich im Tangorhythmus getanzt.

Mitreißende Show

Mit einem mitreißenden Disco-Mix begann die Show, die dann das gesamte Repertoire des Tanzstudios zeigte. Manchmal dauerte es von einem zum nächsten Auftritt etwas länger als geplant. Alle Kinder tanzten drei Tänze. Da mussten eilig die Kostüme gewechselt werden, um wieder rechtzeitig auf der Bühne zu sein.

Oft sahen die Zuschauer eine regieanweisende Hand aus dem seitlichen Vorhang hervorschauen. Das hatte seinen Charme und trug nur noch mehr zur guten Laune des Publikums bei. Wenn die zum Teil erst drei Jahre alten Mini-Kids nach ihrem vermutlich ersten Auftritt auf der Bühne verharrten, um den Applaus noch etwas länger auszukosten, wurde dies mit einem Lachen und noch mehr Beifall quittiert.

In der Abendvorstellung waren die Jüngsten nicht zu sehen, dafür gab es aber andere sympathische Beiträge. Die Choreographien waren für die Show extra einstudiert worden. „Jede Gruppe übte für sich. Aus der mühevollen Kleinarbeit entstand dann ein auftrittsfähiges Ganzes“, erzählte Birgitt Fründ, die ihre Anspannung ehrlich zugab.

Keine Generalprobe

„Wir haben heute Abend alle zusammen das erste Mal getanzt, da musste alles miteinander harmonieren. Es gab keine Generalprobe“, verriet sie. Fast alle Kostüme hatte sie selbst geschneidert, um die tolle Musikauswahl hatte sie sich auch gekümmert. „Ich mache alles gerne alleine. Dann wird es auch so, wie ich es mir vorstelle“, erklärte die Studioleiterin. Dafür ist sie die Chefin – und dafür gehörte ihr allein beim letzten Tanz zunächst die Bühne.

„Wenn Sie nur halb so viel Spaß hatten wie wir, dann hat es sich gelohnt“, sagte sie dem Publikum zum Abschied. Der folgende tosende Applaus war die Antwort auf die Frage nach dem Spaßfaktor.

Von Vera Hettenhausen

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