„Inspiration“ überraschten die Zuhörer in der Stadthalle mit einem tollen Programm

Mal rockig, mal gefühlvoll

Ließen sich inspirieren: Die begeisterten Zuhörer spendeten eifrig Beifall, klatschten im Takt mit und ließen Feuerzeuge aufleuchten.

Bad Hersfeld. Glück, Freude, Begeisterung, Jubel. All das und noch viel mehr löste das knapp dreistündige Konzert der Gruppe „Inspiration“ aus, die am Samstagabend mit einem ganz und gar „weltlichen“, tollen Programm in der bestens besuchten Bad Hersfelder Stadthalle gastierte.

Wer die im Fuldaer Land beheimateten und von Chorleiter Theo Sauer „zum Leuchten“ gebrachten Sängerinnen und Sänger von ihrem Himmelfahrtskonzert in der Stadtkirche in Erinnerung hatte, dürfte gestaunt haben, wie rockig, aber auch mit wie viel Gefühl sie diesmal daherkamen.

Das fing schon an mit dem Stück „Musik der Nacht“ aus dem Musical „Das Phantom der Oper“, in dem der sympathische Chorleiter das Motto des Abends vorgab: „Schließ die Augen und gib dich deiner Sehnsucht hin!“ Was lag da näher, als das Kolossalwerk von John Miles zu intonieren: „Music was My First Love“. Lukas Witzel gelang das bestens, und deshalb ist es auch kein Wunder, dass es der 21-jährige Lehramtsstudent bereits jetzt zum musikalischen Leiter der Musical-Produktionen der Uni Mainz gebracht hat.

Mit „Merci Cherie“ in der Helene-Fischer-Version erinnerte die Gruppe an Udo Jürgens. Danach gab es unvergessene Bee-Gees-Titel zu hören, bei denen Pia Hahner mit der Heartbreaker-Interpretation von Dionne Warwick glänzte. Natürlich fehlte auch „Staying Alive“ nicht – Gelegenheit, so richtig mitzuklatschen und Discofieber-Zeiten Revue passieren zu lassen. Bernadette Auth erntete erste Bravo-Rufe, als sie mit Gefühl und Leidenschaft das Sissi-Musical-Stück „Ich gehör nur mir“ interpretierte. Später begeisterte sie mit „Gabriellas Song“, dem zu Herzen gehenden und von ihr mit großer Intensität vorgetragenen Ohrwurm aus dem schwedischen Musikfilm „Wie im Himmel“.

Ähnlich erlebte das Publikum den von Rebecca Mayer zum Gedenken an den großartigen Joe Cocker gesungenen Hit „With a Little Help of My Friends“, in den sie all ihr Können legte.

Weitere Höhepunkte waren der von Lukas Witzel „in fliegendem Wechsel“ mit Stimme und Trompete mit starkem spanischen Anteil interpretierte „Song of Joy“, der fast schon orchestriert wirkende Joe-Cocker-Titel „With a Little Help of My Friends“ und natürlich die Evergreens der Gruppe Queen. Hin- und hergerissen von den tollen Stücken ließ sich sogar das ältere Publikum, das bei Peter Maffays „Nessaia“ andächtig mitgesungen hatte, auch von Freddie Mercurys herrlich verspielter „Bohemian Rhapsody“ mitnehmen.

Feuerzeuge leuchteten auf, als die „Inspiratoren“ auf die Zielgerade einbogen und zum Wiedersehen ermunterten – als Lukas Witzel und Helena Gering unglaublich dicht am italienischen Original Andrea Bocellis und Sarah Brightmans „Time to Say Goodbye“ schmetterten.

Stehende Ovationen, Bravo-Rufe und die einhellige Meinung am Ende des Konzerts: Wie kann Chorgesang doch so schön sein!

Von Wilfried Apel

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