Vergnüglicher Dinner-Krimi im Schlosshotel Prinz von Hessen in Friedewald

Rockband am offenen Grab

Schwer im Einsatz ist Dr. No, der Arzt aus dem Publikum (links), als wieder ein Mitglied der Trauergemeinde leblos niedersinkt. Foto: Zacharias

Friedewald. Es wird fröhlich gemordet zwischen Salat und Suppe und noch vor dem Dessert gibt es eine weitere Leiche. All das erleben die Besucher des Dinner-Krimis „Requiem für Onkel Kurt“ in Göbels Schlosshotel Prinz von Hessen hautnah mit und haben jede Menge Spaß dabei.

Der Dinner-Krimi ist ein bewährtes Konzept. Die Gäste werden Teil des Stücks, Täter und Opfer bewegen sich mitten im Publikum, eine Bühne gibt es nicht. Noch dazu dürfen einige der Zuschauer mitspielen und – je nach Laune – den Text vom Blatt ablesen oder frei improvisieren. Bloßgestellt wird dabei niemand, die Schauspielertruppe ist versiert genug, um auch auf überraschende Situationen angemessen zu reagieren.

Diesmal ist man also zu Gast auf Lord Knut Hansons Trauerfeier. Der Governor der Scilly Inseln, ein großer Erfinder, Freigeist und Alt-Hippie hat unerwartet die letzte Reise angetreten. Über die Gestaltung der Abschiedsfeier gibt es jedoch unterschiedliche Ansichten. Während den Kindern Saskia – erfolgreiche Patentanwältin mit ausgeprägtem Geschäftssinn – und Mikel – konservativer Pfarrer mit Neigung zu salbungsvollen Reden – der Sinn nach einer traditionellen Trauerfeier steht, wollen Witwe Polly und Knuts Freund Ollie lieber eine Party nach Knuts Geschmack organisieren – mit einer Rockband neben dem offenen Grab.

Spätestens bei der Testamentseröffnung wird jedoch klar, dass niemand so wirklich traurig ist. Denn schließlich gibt es allerlei zu erben. Eine tödliche Schlacht um Onkel Knuts Nachlass beginnt. Motive, die anderen auf die Seite zu schaffen, hat jeder der Mitwirkenden reichlich. Und über einen Mangel an pikanten Enthüllungen ist ebenfalls nicht zu klagen. Wer es dann am Schluss tatsächlich gewesen ist, wird hier natürlich nicht verraten.

Zwischen den einzelnen Gräueltaten wird zur Stärkung des Publikums ein ausgesuchtes Vier-Gänge-Menü aufgefahren: Frühlingshafte Blattsalate in Kräutervinaigrette mit Spargelspitzen und Flädle, gefolgt von Brunnenkressecreme mit Rauchlachsstreifen. Als Hauptgang wird gebratene Perlhuhnbrust mit Pilzfüllung auf Honigkarotten in leichter Ingwer-Chilisauce mit Rösti serviert und zum Nachtisch schwelgen die Gäste – unbeeindruckt von den kaltblütigen Morden – in zweierlei Schokoladenmousse an Beerenkompott in Cassissauce und Joghurteis. Den musikalischen Rahmen setzen jede Menge Hits aus der Flower-Power-Zeit.

Ein höchst vergnüglicher und genussreicher Abend also, den Schauspieler, Küche und Serviceteam des Prinz von Hessen ihren Gästen bereiten.

Weitere Termine

Wer wissen will, wer Onkel Knuts Alleinerbe werden möchte, hat am 13. November, ab 18 Uhr, noch einmal Gelegenheit dazu. Schon am 16. Oktober gibt es „Bei Verlobung: Mord!“ (Beginn um 19 Uhr). Und am 3. Dezember wird es maritim bei „Mord an Bord, Mylord!!“

Infos, Reservierungen und Buchungen: www.dinnerkrimi.de, E-Mail: info@dinnerkrimi.de, Tel. 06151/98009-12 oder direkt im Hotel: Tel. 06674/9224-0.

Von Christine Zacharias

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