Berufsschule hat eine Fertigungsanlage

Roboter für Techniker

Bad Hersfeld. Der neue Studienschwerpunkt Fertigungsautomatisierung und Robotik läuft seit August 2009 an der Technikerschule in Bad Hersfeld mit 18 Studierenden. Nur die technische Einrichtung für diesen Studiengang fehlte noch zu großen Teilen.

Das ist jetzt vorbei. Eine neue Fertigungsanlage mit Roboter ist jetzt in Betrieb genommen worden. Die Kosten für die Technik wurden vom Land Hessen und dem Landkreis über das Schul-Investitionsprogramm gestemmt.

Fertigungsstraße füllt Raum

Die Fertigungsstraße, die ein halbes Klassenzimmer ausfüllt, besteht aus einem Hochregallager mit 20 Ablagefächern, in der die einzelnen Werkstücke vor und nach der Bearbeitung von einem Greifer abgelegt werden.

Vom Hochregallager aus werden die Werkstücke mit dem Greifer auf ein Transportband gelegt und von einer Prüfeinheit auf ihre Materialeigenschaft geprüft. Werkstücke aus Metall, die auf der CNC-Maschine bearbeitet werden sollen, werden an der Roboterstation von einem sechsachsigen Roboter abgenommen und an die automatisierte CNC-Drehmaschine übergeben. Hier erfolgt die eigentliche Bearbeitung in Form einer Zerspanung.

Nach der Beendigung der Zerspanung wird das Werkstück von dem Roboter zurück auf das Transportsystem gelegt und in der nächsten Stadion mit einem Ultraschallsensor auf Maßhaltigkeit geprüft. Im Anschluss wird das Werkstück in eine Pufferstation übernommen. Werkstücke, die nicht die gewünschten Maße haben, werden in einen Container ausgesondert.

Gesteuert wird die gesamte Anlage von verschiedenen speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS) und einer entsprechend übergeordneten Leitstandsoftware (CIM), die auf Handbetrieb oder Einzelschrittbetrieb bei der Fehler- oder Störungssuche eingestellt werden kann.

Bad Hersfeld hat als einzige Technikerschule in Deutschland diese Ausrichtung: Fachrichtung Mechatronik, Schwerpunkt Fertigungsautomatisierung und Robotik.

Mit diesem neuen Studienschwerpunkt sollen die Studierenden befähigt werden, mechatronische Systeme zu konzipieren und fertigungstechnische Prozesse zu automatisieren. Neben dem Programmieren und Einrichten von Robotern und Handhabungsautomaten hat man eine besondere Gewichtung in der Ausbildung auf die computerunterstützte Fertigung (CIM) gelegt. Hier werden insbesondere Produktionsabläufe und Arbeitsprozesse computerintegriert geplant, gesteuert und optimiert.

Informationen: Im Internet www.technikerschule-hef.de oder telefonisch über 06621/400930. Ansprechpartner ist Herr Rassner.

Kommentare