Speditionen im Landkreis abwartend – Vorteil: mehr Ladekapazität

Riesenlaster rechnen sich nur international

Hersfeld-Rotenburg. Die bis zu 25 Meter langen Riesenlaster oder Gigaliner, die in diesem Jahr auch auf Hessens Straßen in einem Feldversuch getestet werden sollen, spielen für die Planungen der Logistiker im Kreis Hersfeld-Rotenburg keine Rolle. Das ergab eine Umfrage bei Speditionen im heimischen Raum.

Klaus Horn, Geschäftsführer der Drude Logistik, hat die Anmeldefrist für den Feldversuch zwar verpasst, sieht die Vorteile der Longliner im Verkehr von Rampe zu Rampe: Auch die Achslast reduziere sich und auf einen Schlag rolle das doppelte Ladungsaufkommen durch die Lande. „Derzeit setzt GLS sogenannte Gigaliner nur in Dänemark auf verschiedenen Hauptlaufstrecken ein. Wir testen dort, ob wir mit Lang-Lkw die Anzahl der Hauptlauffahrzeuge und damit natürlich auch der Treibstoffverbrauch reduziert werden kann“, sagt Rico Back, der Hauptgeschäftsführer des in Neuenstein ansässigen Kurier-, Express und Paketdienstes GLS. „Fällt der Test positiv aus, prüfen wir, auf welchen Linien im europaweiten GLS-Netz der Einsatz ebenfalls sinnvoll ist“, so Back, der von Amsterdam aus das europäische Logistiknetzwerk der Holding leitet.

„Für einen Einsatz auf den Verkehren zu unserem Zentralhub in Hauneck sind die Gigaliner nur sehr eingeschränkt geeignet“, sagt Peter Baumann, Geschäftsführer der Stückgut-Kooperation 24plus mit Sitz in Hauneck. „Zwar ist es technisch möglich, an einen Sattelzug, wie wir ihn heute nutzen, einen Anhänger anzukoppeln. Aber dieser Anhänger würde zusätzliche Rangierarbeit bedeuten und damit unsere Abläufe beeinträchtigen.“ 24plus prüft noch, ob Gigaliner auf ausgewählten Relationen Sinn machen.

24plus setzt schon jetzt alternative Auflieger, sogenannte Megatrailer, ein. Diese Auflieger sind normal lang, aber im Inneren tiefergelegt und bieten damit mehr Volumen. ZUM TAGE/SEITE 2

Von Kurt Hornickel

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