Schweres Gerät am Hanfsack

Klimaanlage für Sauer: Riesenkran am Modehaus

Bad Hersfeld. Einen Riesenkran hinter dem Modehaus Sauer: Den gab es gestern in Bad Hersfeld zu bestaunen. Die Maße des Ungetüms: 36 Meter hoch und eine Traglast von 1,8 Tonnen an der Spitze. Das schwere Gerät hob die alte Klimaanlage des Bekleidungsgeschäfts heraus und die neue Anlage im Wert von insgesamt 75 000 Euro herein.

Wegen der örtlichen Gegebenheiten am Hanfsack, der hinter dem Modehaus liegt, war der Riesenkran nötig geworden. Der spezielle Lastenträger wurde eigens für die Arbeiten bei Sauer aus Groß Gerau im Rhein-Main-Gebiet herangeholt. Ein weiterer Pluspunkt des Ungetüms: Sein Schwenkarm von 42 Metern Länge reicht genau aus, um weit über das Gebäude zu gelangen. Dort, wo die Klimaanlage auf dem Dach des Geschäfts sitzt.

Altes raus, Neues rein: Bevor die neue Klimaanlage eingebaut werden konnte, mussten die alten Kühlaggregate (Bild) erst einmal herausbefördert werden.

Doch bevor die fünf Kühlaggregate der neuen Klimaanlage aufs Dach gehievt werden konnten, musste das alte Gerät herausgeschafft werden. „Die alte Anlage ist 1990 eingebaut worden“, erklärt Armin Schönewolf von Schönewolf Haustechnik. Er ist für den Arbeitsablauf am gestrigen Mittwoch verantwortlich gewesen. Mit der Sanierung der Klimaanlage habe das Modehaus Sauer, das mittlerweile dem Unternehmer-Ehepaar Wittenberg gehört, viel Geld in die Hand genommen. Das sei nach 26 Jahren aber auch nötig gewesen. Die neuen Geräte haben eine wirtschaftliche Lebensdauer von etwa zehn Jahren, berichtet Schönewolf. Doch der Fachmann hofft auf 25 Jahre, denn der Ein- und Ausbau der jeweils 440 Kilo schweren Aggregate gestalte sich doch recht umständlich.

Gut für die Umwelt

Mit dem Einbau der neuen Technik gehe es um die effiziente Nutzung von Energie, erläutert Schönewolf. Früher hätten Klimaanlagen nur einen Ein- und Ausschalter gehabt. Mittlerweile ist das System so ausgereift, dass man das Bestmögliche aus dem Gerät herausholen und dabei noch Energie sparen könne. Das sei nicht nur gut für den Geldbeutel, sondern auch für die Umwelt.

Nach vier Stunden war es dann geschafft. Das letzte Aggregat konnte auf das Dach des Modehauses verfrachtet werden. Für die beiden Kranführer hieß es aber noch warten, denn für Schwertransporte gilt auf deutschen Autobahnen ein Fahrverbot zwischen 15 und 19 Uhr.

Von Viktoria Fischer

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