Die kleinen Tücken und Fehler, die sich auf einer Homepage einschleichen können

Richtig im Netz auftreten

Ein funktionierender Internetauftritt ist auch im Landkreis für Gemeinden und Städte nicht mehr wegzudenken. Doch gibt es viele Dinge, die man dabei beachten muss. Foto: Dräger

Bad Hersfeld. Wer sich heutzutage über seine Gemeinde oder Stadt informieren möchte, der muss sich nicht mehr ins Auto setzen und zum Rathaus fahren. Die Gemeinden und alle relevanten Informationen darüber findet man nämlich im Internet. So hat jede Gemeinde im Kreis Hersfeld-Rotenburg eine eigene Homepage. Doch gerade im Internet kann man viele Dinge falsch machen.

Vorher ein Ziel setzen

Um den häufigsten und gravierendsten Fehlern auf die Schliche zu kommen, hat sich Gregor Hartwig, der bei „Ultraviolett“ und „Datenchirurgie“ arbeitet und somit auch Homepages für Städte und Gemeinden im Kreis erstellt, einige der Online-Auftritte der Gemeinden angesehen. „Man muss sich immer vorher ein Ziel setzen“, erklärt er. So sollte sich eine Gemeinde vorher im Klaren sein, wen sie denn mit ihrer Homepage ansprechen möchte. „Das können Touristen, Industrie oder Einwohner sein“, erläutert er. Jede dieser Zielgruppen müsse man auf eine andere Weise ansprechen. So sollte der Industriebereich am Besten von einer Werbeagentur gestaltet werden, da diese genau wüssten, wie die Vorteile einer Gemeinde in den Vordergrund gerückt und ansprechend gestaltet werden können.

Vieles wirke laienhaft

Viele Seiten der Gemeinden wirkten auf ihn eher laienhaft. „So gibt es nur selten Bildergalerien auf den Seiten und man kann die wenigen Bilder auf der Homepage nicht vergrößern“, begründet Hartwig seine Aussage. Auch eine sogenannte Corporate Identity (CI) sei auf vielen der Internetseiten nicht erkennbar. Bei einer CI handelt es sich um eine eigene Identität in Form eines Logos und einer einheitlichen Schrift und Farbgebung der Homepage, die die Gemeinde bestmöglich widerspiegeln sollte.

Ein paar Tipps für den Bau eines Internetauftritts hat Hartwig auch: Die Besucher der Seite sollten entsprechend ihrer Interessen schnell an die gewünschten Informationen kommen, ohne sich durch viele verschiedene Menüs zu klicken. Des Weiteren sollte es pro Applikation auf der Seite nicht mehr als sieben Menüpunkte geben, da dies sonst auf den Besucher zu verwirrend wirke.

Klappmenüs, die beim Überfahren mit der Maus erscheinen, seien zudem gerade für ältere Menschen sehr schwierig zu bedienen und können auch dazu führen, dass man sich verklickt und somit falsch weitergeleitet wird.

Barrierefreiheit wichtig

Besonders wichtig sei auch die Barrierefreiheit. Das bedeutet, dass auch körperlich beeinträchtigte Menschen problemlos auf den kompletten Inhalt der Internetseiten zugreifen können. So lassen sich beispielsweise Blinde und sehbehinderte Internetnutzer Webseiten durch Programme vorlesen. Eine barrierefreie Homepage ist dann entsprechend so angelegt, dass eine solche Art des Vorlesens der Seite ermöglicht wird.

Von Philip Streck

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