Baubeginn am Europakreisel in Bad Hersfeld

Neuer Standort für die Stadtwache des DRK

Erster Spatenstich für die neue Rettungswache am Europakreisel

Bad Hersfeld. Die Bauarbeiten haben vor einigen Tagen begonnen, gestern war der offizielle "erste Spatenstich": Am Europakreisel in Bad Hersfeld entsteht die neue Stadtwache des Deutschen Roten Kreuzes, in der künftig drei Rettungswagen stationiert werden.

Wie Frank Leyendecker, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Hersfeld, bei der kleinen Feier erläuterte, ging der Entscheidung für das städtische Grundstück rechts der Zufahrt zum Stadtteil Johannesberg eine langwierige Suche voraus.

Anlass war die Forderung des Landkreises, einen Ersatz für die mit einem Rettungswagen besetzte Behelfswache am Landratsamt zu schaffen. Die dort fehlende Möglichkeit zur Erweiterung und die Arbeitsstättenverordnung hatten für Handlungsbedarf gesorgt.

Das Provisorium war 2005 eingerichtet worden, um die Anfahrten in alle Richtungen zu verkürzen. Denn auch der Standort der eigentlichen Rettungswache am DRK-Zentrum am Seilerweg ist wegen der engen Zufahrt durchs Wohngebiet problematisch, wenn die vorgeschriebene Hilfsfrist von unter zehn Minuten eingehalten werden soll. Vom Europakreisel auch lassen sich dagegen sowohl die Stadt wie angrenzende Dörfer und Bundesstraßen und Autobahn zügig erreichen.

Die Wache am Seilerweg, so Frank Leyendecker, soll jedoch mit reduziertem Fuhrpark bestehen bleiben. Im Frühjahr fertig Der Neubau vis-a-vis von Performance Fibers soll weniger als eine Million Euro kosten und wird über vier Garagen verfügen. Die Nutzfläche des eingeschossigen Zweckbaus umfasst 430 Quadratmeter, davon etwa die Hälfte für den Kfz-Bereich. Die Fertigstellung ist für das erste Quartal 2017 vorgesehen.

Das Bauvorhaben des DRK an dieser Stelle wurde auch deshalb möglich, weil die Stadt Bad Hersfeld Versorgungsleitungen aus Richtung Libri-Kreisel legen ließ. Diese sind nicht allein für die Rettungswache gedacht, sondern würden im Bedarfsfall auch eine Flüchtlingsunterkunft in der ehemaligen Hoechst-Kantine bedienen oder ein eventuelles Gewerbegebiet auf Flächen diesseits der Bahntrasse.

 „Gut investiertes Geld“, meinte Landrat Dr. Michael Koch, der auch von einem „großen Schritt“ sprach, der nicht nur für die Stadt Bad Hersfeld von großer Bedeutung sei.

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