Zehn-Minuten-Frist wird im Kreis meist eingehalten

Rettungsdienst bei uns schnell vor Ort

Hersfeld-Rotenburg. Im Kreis Hersfeld-Rotenburg sind die Rettungsfahrzeuge meist schnell vor Ort. Über 90 Prozent der Rettungsfahrten sind binnen der vorgeschriebenen 10-Minuten-Frist oder sogar schneller vor Ort. Damit belegt unser Kreis zusammen mit der Bergstraße eine Spitzenposition im ländlichen Raum in Hessen. Das geht aus Recherchen des Hessischen Rundfunks hervor. Besorgniserregend: In mehr als der Hälfte der Hessischen Landkreise werden die Hilfezeiten – teilweise sogar deutlich – überschritten.

Demnach gelang es 2012 nur acht Landkreisen, bei der 10-Minuten-Hilfsfrist die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten; 2011 waren es zehn und 2010 nur sieben. Etwas besser sieht es bei der 15-Minuten-Frist aus: Hier konnten 2012 und 2011 jeweils 20 Landkreise die Vorgaben einhalten, 2010 waren es 19, berichtet der HR und beruft sich auf interne Zahlen der 26 hessischen Landkreise und kreisfreien Städte, die dem Hessischen Rundfunk vorliegen.

„Schnelle, kompetente Hilfe“

Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg waren im Jahr 2012 bei 6751 Einsätzen 90,3 Prozent schneller als in zehn Minuten vor Ort, in 2011 bei 5955 Einsätzen 90,1 Prozent unter der Frist. Einzig in den Jahren 2009 und 2010 wurden nur 89,4 beziehungsweise 88,6 Prozent erreicht, teilt das Landratsamt mit.

Grund seien in diesen beiden Jahren das Konjunkturprogramm mit vielen Baustellen und Umleitungen sowie der lange Winter mit schwierigen Straßenverhältnissen gewesen.

„Der Rettungsdienst im Landkreis Hersfeld-Rotenburg ist hervorragend organisiert, wie es die Zahlen ausweisen“, erklärte Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt gegenüber unserer Zeitung. Er sei stolz auf diese Leistungen der Retter und der Hilfeorganisationen im Kreis. „Die Menschen in Hersfeld-Rotenburg können sich auf schnelle und kompetente Hilfe verlassen.“

Gut im Bundesvergleich

Auch im Vergleich zu den anderen Bundesländern hat Hessen die kürzeste Hilfsfrist, weil hier nicht zwischen Stadt und Land unterschieden werde. Bei genauerer Betrachtung liegen laut HR die großen Städte vorn, während sich die eher ländlich geprägten Kreise besonders schwer tun. So konnten Frankfurt, Darmstadt, Offenbach und Wiesbaden 2012 alle Fristen einhalten.

Anders im ländlichen Raum: Dort sind Vogelsbergkreis und der Werra-Meißner-Kreis die Schlusslichter. Bei gut jedem vierten Einsatz (27 Prozent) im Jahr 2012 dauerte es dort länger als zehn Minuten, bis ein Rettungsteam an der Einsatzstelle eintraf. Auch der Landkreis Waldeck-Frankenberg sowie auch der Hochtaunuskreis liegen noch unter 80-Prozent-Marke. (red/kai)

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