Schülerinnen und Schüler aus Bad Hersfeld traten in der Royal Albert Hall auf

Mit Respekt und Elan

Ein großer Moment für die Schülerinnen und Schüler vom Obersberg: Sie durften nämlich nicht nur fürs Erinnerungsfoto vor der Royal Albert Hall posieren, sondern auch im berühmten Konzerttempel selbst auftreten. Foto: von Sierakowsky

London/Bad Hersfeld. „Es werde Licht!“ – Wenn nach diesen Worten der musikalische C-Dur-Jubel bildlich gesprochen in die Dunkelheit hereinbricht, dann gehört dies zu den großen, magischen Musik-Momenten der Weltgeschichte. Die Rede ist von Haydns populärster Komposition „Die Schöpfung“. Und wenn diese dann noch in Englands berühmtesten Konzerthaus – der Royal Albert Hall in London – erklingt, darf man schon von einem Superlativ sprechen.

Drei professionelle Solisten, ein klangvolles Orchester und 1500 Sänger verschiedener Chöre aus allen Teilen der britischen Insel besangen am vergangenen Sonntag besagte Entstehung der Welt.

In englischer Sprache

Mit dabei 75 Hersfelder Schülerinnen und Schüler des Chores der Modell- und Gesamtschule Obersberg unter der Leitung von Ulli Meiß – wahrlich ein außergewöhnlicher Auftritt für die jungen Künstler. Denn kaum einem bietet sich die Chance, auf solch einer bedeutenden Bühne zu singen und sich bewundern zu lassen.

Mit dem gebührenden Respekt und voll leidenschaftlichem Elan intonierten dann auch alle die anspruchsvollen Vokalparts, die im Übrigen in englischer Sprache gesungen wurden. Den von den begeisterten Zuschauern erzeugten Applaus noch in den Ohren, verließen die überglücklichen Hersfelder anschließend blitzschnell die Royal Albert Hall, um noch rechtzeitig die letzte Fähre von Dover Richtung Heimat zu erreichen.

Diesem einmaligen Erlebnis gingen unzählige schweißtreibende Proben bereits in Bad Hersfeld und dann gemeinsam mit dem Chor der Partnerschule aus Comberton bei Cambridge voraus, wo die Schülerinnen und Schüler ein weiteres Konzert gaben.

Viele der Hersfelder wurden in Gastfamilien untergebracht, so dass sie noch ein wenig intensiver in die englische Kultur hineinschnuppern und ihre Englischkenntnisse auf die Probe stellen konnten.

Doch auch den restlichen Chormitgliedern blieb dies durch die gemeinsam verbrachte Zeit mit den englischen Schülern nicht vorenthalten.

Neben dem musikalischen genoss der Chor natürlich auch das touristische Angebot des Inselreichs. So besichtigte er beispielsweise Cambridge und das King’s College, machte eine Schiffsfahrt auf der Themse, worauf eine Besichtigung Londons folgte, und besuchte Schloss Windsor.

Von Vanessa Scholz

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