Zahlen im Kreis weiter gesunken – Anteil der Älteren aber überdurchschnittlich hoch

Rekordtief bei Arbeitslosen

Hersfeld-Rotenburg. Mit 4,7 Prozent ist die Arbeitslosigkeit im Landkreis auf ein Rekordtief gesunken – der niedrigste Stand in einem November seit 1981. Im vergangenen Monat waren nach Angaben der Agentur für Arbeit 2883 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 243 Personen weniger als im Oktober und 1250 Arbeitslose weniger als im November 2009.

Matthias Oppel, Leiter der Bad Hersfelder Agentur für Arbeit, warnt trotz dieser erneut guten Nachrichten vor zu viel Euphorie: „Ich freue mich wirklich sehr über diese positive Entwicklung aber der Wintereinbruch steht vor der Tür und es ist damit zu rechnen, dass die Zahlen dann wieder ansteigen.“

Vor allem der Anteil der über 50-Jährigen an den Arbeitslosen bereitet dem Agenturleiter Sorgen: „Ältere profitieren immer noch unzureichend von der Belebung der Wirtschaft – ihr Anteil an den Arbeitslosen in unserer Region beträgt inzwischen 37,1 Prozent und liegt damit weit über dem Hessendurchschnitt. Angesichts des zunehmenden Fachkräftebedarfs liegen hier Ressourcen brach, die die Unternehmen nutzen sollten“, fordert Oppel. Die Zahl der älteren Arbeitslosen ist laut Oppel im November um 27 Personen auf 1071 gesunken.

Jahreszeitüblich profitierten im vergangenen Monat in erster Linie Frauen vom Rückgang der Arbeitslosigkeit. Sie fanden überwiegend im Einzelhandel Beschäftigung. Insgesamt sank die Zahl der arbeitslosen Frauen im November um 115 auf 1538. Im Vergleich zum November 2009 waren 542 Frauen weniger arbeitslos gemeldet.

Allerdings ist auch die Zahl der arbeitslosen Männer im November auf 1345 gesunken – 708 weniger als im Vorjahresmonat.

Von Peter Gottbehüt

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