Vater der getöteten Kinder im „Mordfall Weimar“

Reinhard Weimar ist tot: Herzversagen

Reinhard Weimar

Bad Hersfeld. Reinhard Weimar, bekannt geworden als Vater der beiden getöteten Kinder im „Mordfall Weimar“, ist tot. Der 60-Jährige starb am Montag in seinem Elternhaus im Hohenrodaer Ortsteil Ransbach an Herzversagen. Dies ergab die von der Staatsanwaltschaft in Fulda angeordnete Obduktion seiner Leiche.

Durch diese Untersuchung sollte eventuellen Verschwörungstheorien vorgebeugt werden. „Es deutet nichts auf ein Fremdverschulden hin,“ erklärte Staatsanwalt Harry Wilke gegenüber unserer Zeitung.

Reinhard Weimar ist seit den tragischen Ereignissen vom August 1986 ein kranker Mann gewesen und sah sich bis zuletzt dem Verdacht ausgesetzt, nicht seine frühere Frau Monika, sondern er habe seinerzeit die beiden Töchter Melanie (7) und Karola (5) umgebracht. Angebliches Motiv: Eifersucht, weil seine Frau ein Verhältnis mit einem US-Soldaten hatte.

Als Mörderin verurteilt wurde jedoch die Mutter. Angeblich waren ihr die Kinder im Weg. Dem ersten „Lebenslang“ 1988 in Fulda folgte 1997 in Gießen ein Freispruch aus Mangel an Beweisen. In einem dritten Prozess wird die mittlerweile geschiedene Monika Böttcher 1999 in Frankfurt erneut verurteilt und kam sieben Jahre später wieder frei. (ks)

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