Norovirus tritt vor allem in kalter Jahreszeit auf

Im Regelfall keine schweren Schäden

Hersfeld-Rotenburg. Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg sind in den ersten drei Monaten dieses Jahres besonders viele Fälle von Norovirus-Erkrankungen beim Gesundheitsamt gemeldet worden.

In die Krankenhäuser sind allerdings nicht auffallend mehr mit dem Norovirus Erkrankte überwiesen worden als in den Jahren zuvor.

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Im Klinikum Bad Hersfeld sind von November 2011 bis heute 120 Patienten mit Norovirus-Erkrankung behandelt worden. „Gehäuft traten die Fälle im Januar und Februar auf“, berichtet Beate Erath, Leitende Abteilungsärztin Zentrallabor und Klinikhygiene.

Immunabwehr geschwächt

Generell sei es so, dass Durchfallerkrankungen in der kalten Jahreszeit häufiger auftreten. In dieser Zeit sei die Immunabwehr geschwächt. „Da steckt man sich leichter an“, sagt Erath.

Vor drei Jahren musste das Klinikum eine komplette Station als Isolierstation ausweisen. In diesem Winter war das nicht nötig. Die Patienten konnten auf den verschiedenen internistischen Stationen und in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin isoliert werden.

Auch ins Kreiskrankenhaus Rotenburg sind nicht auffallend mehr Patienten mit Norovirus-Erkrankung überwiesen worden.

„Das ist eine relativ häufige Erkrankung, die prinzipiell ambulant kuriert werden kann“, betont Dr. Daniel Gleichmann, Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin am Kreiskrankenhaus Rotenburg. „In besonderen Fällen kann infektiöser Durchfall bei Patienten mit Herz- oder Nierenerkrankungen zu schweren Krankheitserscheinungen führen, zum Beispiel zu Austrocknung, Nierenversagen oder zu Störungen im Mineralhaushalt“, berichtet Dr. Gleichmann. In diesen Fällen könne eine stationäre Behandlung erforderlich sein, zum Beispiel mit Infusionen.

„Im Regelfall müssen die Patienten aber keine Angst vor schweren Schäden haben“, sagt der Chefarzt. (dup)

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