54 Kandidaten bestanden Examen an der Hochschule in Rotenburg

Rechtspfleger mit Freiraum

Geschafft: Die frisch gebackenen Rechtspfleger nahmen ihre Diplomurkunden in Empfang.

Rotenburg. Darin waren sich alle Redner beim Festakt einig: Auf die Absolventen wartet ein herausfordernder Berufsalltag. Die Arbeitsbelastung wird steigen, Fachkompetenz wird genauso gefragt sein wie ein Händchen für den Umgang mit Menschen, und das Berufsbild wird sich zudem stark verändern. An der Hessischen Hochschule für Finanzen und Rechtspflege in Rotenburg wurden den Rechtspflegern jetzt die Diplomurkunden überreicht.

Von 63 Kandidaten haben nach drei Jahren Ausbildung im dualen Studium 54 ihr Examen bestanden, 44 davon aus Hessen, zehn aus Thüringen. In Rotenburg werden auch die Rechtspfleger für das Land Thüringen ausgebildet.

Sieben Absolventen erreichten die Note gut. Beste Absolventin ist Nadine Schindewolf aus Witzenhausen mit zwölf von 15 Punkten. Einziger Absolvent aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg ist der Bad Hersfelder Till Hornburg. Festredner Karl Greven vom Hessischen Justizministerium würdigte den Beruf des Rechtspflegers. Hohe Verantwortung und Entscheidungsfreiheit seien damit verbunden.

Als Teil der dritten Gewalt seien die Rechtspfleger nicht an Weisungen, sondern an Recht und Gesetz gebunden. Das Aufgabenspektrum wachse. Greven versprach: Die Reform der Ausbildungs- und Prüfungsordnung sei in Arbeit. Die Diplomanden Maria Köditz und Christopher Bunzel sprachen für ihren Jahrgang. In ihre launige Rede packten sie viel Fachvokabular und brachten zum Ausdruck, dass hinter ihnen eine prägende und erlebnisreiche Zeit liegt.

Abschied mit Musik

Zum Programm der feierlichen Verabschiedung gehörten Klaviervortäge von Nadine Holstein, Auftritte des Studienzentrum-Chors sowie ein Solo-Liedvortrag von Joans Wagner-Heydecke.

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Von Achim Meyer

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