VdK-Ortsverband Bad Hersfeld gedenkt der benachteiligten Menschen in aller Welt

Recht auf ein Leben in Würde

Weihnachtstraditionen aus Deutschland und Russland ließ der russisch-deutsche Frauenchor Rjabinuschki unter Leitung von Nelly Neufeld (links) lebendig werden. Foto:  privat

Bad Hersfeld. Unter dem Motto „Dem Menschen das Recht auf Leben in Würde garantieren!“ stand die Adventsfeier des VdK-Ortsverbandes Bad Hersfeld in der Stadthalle.

In seiner Begrüßungsrede sprach sich der amtierende Vorsitzende Hans Pothmann für ein weltumspannendes Engagement aus. Es gelte, Hunger, materielle Armut, Gewalt und Vertreibung zu bekämpfen. Die große Anzahl von Flüchtlingen in aller Welt, die sich vor Hunger eine neue Heimat suchen müssten, sei leider keine neuzeitliche Erscheinung auf unserem Globus.

Jedes Jahrhundert bringe leidgeprüfte Flüchtlinge hervor, stellte Pothmann fest. Auch Deutsche hätten fliehen müssen und sich in die Kolonnen der Opfer eingereiht. Sie flohen nach Russland, Siebenbürgen, Brasilien oder in die USA. Leider hätten 65 Jahre Frieden und Wohlstand sehr vergesslich gemacht, bedauerte der Vorsitzende. Die Weihnachtszeit gebe aber immer wieder den Auftrag, an alle Not auf der Welt zu erinnern.

Nach der Andacht von Pfarrer Monsignore Bernhard Schiller, den Grußworten von Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt und des Hersfelder Bürgermeisters Thomas Fehling, trat der Russlanddeutsche Frauenchor unter der Leitung von Nelly Neufeld auf.

Mit einem wunderschönen Programm konnten die Sängerinnen die zahlreich erschienen Mitglieder und deren Gäste vor und nach dem gemeinsamen Kaffeetrinken begeistern.

Am Schluss verabschiedete der Vorsitzende seine Mitglieder mit der Aufforderung, die ausgeteilten Teelichter, rot wie Herzblut, mit in die Nacht nach Hause zu nehmen und am Heiligen Abend, brennend, als Signal für die Hungernden in der Welt, ins Fenster zu stellen. (red)

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