Neun Cannabispflanzen im Waldstück entdeckt

Rauschgift-Fund in Rotenburger Kaserne

Rotenburg. Neun Cannabispflanzen sind in der vergangenen Woche in einem Waldstück innerhalb der Alheimer-Kaserne in Rotenburg entdeckt worden. Die Feldjäger haben die Pflanzen entfernt und in Verwahrung genommen. Das bestätigte Major Michael Schlößer vom Presseinformationszentrum der Streitkräftebasis in Bonn.

Bis jetzt ist nicht klar, wer die Pflanzen, aus denen Haschisch und Marihuana gewonnen wird, angebaut hat. Die Ermittlungen laufen. Die Staatsanwaltschaft wurde eingeschaltet.

Nur einen Tag nach der Entdeckung der Pflanzen war bei einem Präventiveinsatz durch Feldjäger mit einem Spürhund Rauschgift bei der Bekleidung eines Soldaten gefunden worden. Die Durchsuchung sei schon längerfristig geplant gewesen und stehe nicht im Zusammenhang mit der Entdeckung der Cannabispflanzen, erklärte der Presseoffizier weiter. Auch in diesem Fall laufen die Ermittlungen noch.

Gibt es also ein Drogenproblem bei den Soldaten in Rotenburg? „Die Bundeswehr ist ein Spiegelbild der Gesellschaft“, sagte Major Schlößer. Auch dort komme Drogenkonsum vor, obwohl es ihn nicht geben dürfe. Soldaten müssen jederzeit einsatzbereit sein und haben mit Waffen zu tun, ergänzt der Presseoffizier. Wer erwischt wird, wird straf- und disziplinarrechtlich verfolgt. (sis)

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