Das Bad Hersfelder Kurviertel soll entlastet werden – Ausschuss will Profi-Planung

Raus mit dem Verkehr

Würden Pendler hier ihre Autos abstellen? Der Stadtverordneten-Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt suchte am Mittwoch nach zusätzlichen Parkmöglichkeiten, die das Kurviertel entlasten könnten. Ein denkbarer Standort, der auch bei der Ortsbesichtigung angesteuert wurde: die Fläche unterhalb der Brücke der Berliner Straße. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. War zuletzt noch von etwa 3000 Fahrzeugen die Rede, die täglich das Kurviertel in Bad Hersfeld passieren, so wurden bei der jüngsten Zählung sogar 4000 Autos registriert. Nicht nur die Anwohner sind genervt, wenn schon frühmorgens alles zugeparkt ist, wenn sich an Engstellen der Verkehr staut und wenn für Fußgänger die Überquerung einer Straße zum Abenteuer wird.

Die Suche nach zusätzlichen Parkmöglichkeiten war am Mittwoch zunächst das Ziel einer Ortsbesichtigung des Stadtverordneten-Ausschusses für Stadtplanung und Umwelt. Doch bei der Rückkehr ins Kurhaus, wo die Sitzung dann fortgesetzt wurde, waren die Überlegungen schon weiter gediehen. Jetzt geht es darum, den Verkehr zumindest teilweise aus dem Kurpark heraus zu halten.

Ob für die Besucher der Gastronomie am Fuldaufer nun doch ein Parkplatz am Libri-Kreisel und eine Brücke über den Fluss gebaut werden soll, ob der Wirtschaftsweg zwischen Bahngleis und Kleingärten als Zufahrt zu Park und Parkplätzen ausgebaut werden kann, ob eine Bewirtschaftung des Parkraumes sinnvoll ist und wo sich eventuell weitere Stellflächen für Pendler einrichten lassen – all das sollen nun die Profis eines Planungsbüros herausfinden.

Die Hilfestellung der Experten soll die Stadt auch vor Einzelmaßnahmen bewahren, die dann möglicherweise wieder unerwünschte Auswirkungen haben. So ist sich Bürgermeister Thomas Fehling durchaus bewusst, dass die Parkplatz-Probleme im Kurviertel etwas mit der Gebührenerhöhung am Marktplatz zu tun haben.

Falls im Haushalt 2013 noch etwas Geld übrig ist, kann der Auftrag an die Planer zeitnah vergeben werden. Ansonsten muss die Finanzierung über den Etat 2014 erfolgen.

Von Karl Schönholtz

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