Richtfest für Erweiterungsbau des Klinikums – Neue Küche, neue Betten, neue Technik

Raum für mehr Patienten

Im April hatten die Bauarbeiten am Erweiterungsbau für das Klinikum begonnen, gestern wurde Richtfest gefeiert. Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt (am Rednerpult) wies auf die rasante Entwicklung des Klinikums hin, die den Bau notwendig machte. Das kleine Bild zeigt Polier Hans Stracke, der sein Glas nach dem Richtspruch in die Tiefe war. Foto: Zacharias

Bad Hersfeld - Bad Hersfeld. Als einen „Glücksfall für das Klinikum Bad Hersfeld“ hat Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt den Neubau des Bettenhauses mit Küche bezeichnet. Anlässlich des Richtfestes für das für 24 Millionen neu errichtete Gebäude würdigte der Aufsichtsratsvorsitzende die medizinischen Leistungen des Klinikums und dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die den guten Ruf erarbeitet haben.

Drei neue Häuser in 15 Jahren

Ebenso sagte er dem Land Hessen Dank für die großzügige Unterstützung des Klinikums beim Ausbau in den vergangenen Jahren: „In 15 Jahren drei neue Bettenhäuser vom Hessischen Sozialministerium mitgefördert zu bekommen, ist schon eine außergewöhnliche Unterstützung“.

Der Erweiterungsbau bringt nicht nur neue Patientenzimmer, sondern ist mit einer Verbesserung der funktionalen Abläufe verbunden, erläuterte der Landrat. So wird dort eine zentrale Aufnahmestation, eine Intermediate Care Station und eine moderne Kinderklinik eingerichtet.

Der Neubau war unbestritten notwendig. Das alte Bettenhaus stammte noch aus der „Gründerzeit“ des Klinikums, das von 1958 bis 1961 gebaut wurde. Was damals modern war, hat der Zahn der Zeit zernagt. Daher wurde bereits vor 15 Jahren das Bettenhaus Nord mit 144 Betten in 2-Bett-Zimmern mit Dusche und WC gebaut. Der Zuwachs an Patienten ließ dennoch die geplante Sanierung der alten Bettenhäuser nicht zu.

So folgte vor acht Jahren ein weiteres Bettenhaus. Auch diese 140 Betten waren nach Aussage von Landrat Dr. Schmidt nicht ausreichend, um bei dem weiteren Patientenzuwachs die alten Bettenhäuser sanieren zu können. „Und an dieser Stelle kam uns das Konjunkturprogramm zur Hilfe“: Vom Bund gab es fünf Millionen Euro für einen Küchenneubau. Außerdem erklärte sich das Land Hessen bereit, aufgrund der hohen Patientenzahlen des Klinikums weitere 70 Krankenhausbetten zu finanzieren und diese Baumaßnahme mit insgesamt 7,5 Millionen Euro zu unterstützen.

Die Finanzspritze aus dem Konjunkturprogramm sorgt allerdings auch für Zeitdruck. Bis zum Ende des Jahres muss der Küchenbau komplett fertig und abgerechnet sein.

Architekt Mathias Kirschner ist jedoch zuversichtlich, dass das gelingen wird. Und sein Büro hat bei der Planung bereits vorgesorgt: Der Erweiterungsbau ist statisch so angelegt, dass noch zwei Stockwerke aufgesetzt werden können, wenn wieder einmal Betten fehlen im Klinikum Bad Hersfeld.

„Ernste Worte“ für ein ernsthaftes Projekt, in dem „Not und Krankheit weichen müssen“, fand schließlich Polier Hans Stracke von der Firma Gluck in Herbstein. (red/zac)

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