Feuerwehr rät zum schnellen Nachrüsten mit Alarmgeräten

Rauchmelder nur in jedem fünften Haushalt

Hersfeld-Rotenburg. Rauchmelder retten Leben. Mit dieser Feststellung appelliert Kreisbrandinspektor Jürgen Weingarten an alle Haushalte, ihre Wohnungen mit Rauchmeldern auszustatten. Nur in jeder fünften Wohnung im Kreis Hersfeld-Rotenburg gibt es derzeit Rauchmelder, schätzt Weingarten.

Erst zum 31. Dezember 2014 werden die Rauchmelder in Hessen überall Pflicht. Bis dahin müssen alle Haushalte mit Rauchmeldern ausgestattet sein. Dabei ist es egal, wie alt die Gebäude sind.

Die hessische Bauordnung schreibt die Rauchmelder für alle Wohnungen vor. Seit dem Jahr 2005 gilt diese Pflicht bereits für Neubauten.

„Jeden Monat verunglücken in Deutschland etwa 40 Menschen tödlich durch Brände, die meisten davon in den eigenen vier Wänden“, erläutert Weingarten: „Gefährlich ist dabei nicht so sehr das Feuer, sondern der Rauch. 95 Prozent der Brandtoten sterben an den Folgen einer Rauchvergiftung.“

Im Schlaf überrascht

Zwei Drittel aller Brandopfer werden laut Weingarten nachts im Schlaf überrascht: „Brandtote sind Rauchtote.“ Tagsüber könne ein Brandherd meist schnell entdeckt und gelöscht werden. Nachts dagegen schlafe auch der Geruchssinn, erklärt der Elektromeister: „Die Opfer werden im Schlaf überrascht, ohne die gefährlichen Brandgase zu bemerken.“

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Schneller als das Feuer

Statistiken belegen nach Angaben Weingartens, dass nach Ausbruch eines Brandes im Durchschnitt vier Minuten zur Flucht bleiben: „Ein Rauchmelder warnt rechtzeitig vor der Gefahr, noch bevor sich die tödlichen Rauchkonzentrationen gebildet haben.Weingarten empfiehlt, die Decken aller Schlafzimmer sowie Flure und Treppenhäuser mit Rauchmeldern auszustatten. Geeignete Geräte finde man schon für fünf bis zehn Euro im Fachhandel oder im Baumarkt. ZUM TAGE

HINTERGRUND/SEITE 2

Von Manfred Schaake

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