Martin Gröll erklärt Kandidatur / CDU und Linke verhandeln noch / Tritt Schülbe an?

Rasanter Run aufs Rathaus

v.l. nach rechts, Gunter Müller, Thomas Fehling, Martin Gröll

Bad Hersfeld. Der Bürgermeister von Friedewald, Martin Gröll, hat gestern offiziell seine Kandidatur als parteiloser Bewerber um das Bürgermeisteramt in Bad Hersfeld erklärt. Er wird dabei von der Freien Wählergemeinschaft (FWG) unterstützt. Gröll habe sich die Entscheidung auch wegen seiner Verantwortung für Friedewald nicht leicht gemacht. „Aber ich habe ein vitales eigenes Interesse daran, dass es Bad Hersfeld gut geht, weil ich mit meiner Familie in der Region lebe und in der Stadt einkaufe oder feiere“, erklärte der 45-Jährige bei einer Pressekonferenz in der Festspielkantine.

Für die SPD hatte der 49-jährige Leipziger Rechtsanwalt Gunter Müller seine Kandidatur erklärt. Er hat sich bereits bei einer Mitgliederversammlung in Heenes den Genossen vorgestellt. Nach Auskunft der SPD-Parteizentrale soll er voraussichtlich im Juni oder Juli bei einem ordentlichen Stadtverbandsparteitag offiziell nominiert werden.

Für die FDP tritt erneut Kreisvorsitzender Thomas Fehling an, der bei der letzten Bürgermeisterwahl einen respektablen zweiten Platz errungen hatte. Die CDU verhandelt nach Auskunft von Stadtverbandschef Ralf Neumeyer mit mehreren Kandidaten, „die mit Hersfeld verbunden sind“. Der sogenannte 7-er-Rat sondiere sehr konzentriert die Bewerber. Man wolle binnen der nächsten 14 Tage den CDU-Kandidaten präsentieren, sagte Neumeyer. Er selbst schloss eine Kandidatur aus. Die in Gerüchten immer wieder genannte Anja Deiß erklärte gegenüber der HZ, sie werde nicht kandidieren.

Auch der ehemalige CDU-Kandidat Hans-Wilhelm Saal werde nicht wieder von der CDU ins Rennen geschickt, sagte Neumeyer.

Die Partei „Die Linke“ verhandelt nach Aussage von ihrem Sprecher Horst Zanger mit zwei profilierten Kandidaten aus dem südhessischen Raum. Die Linke will ihre Kandidatenentscheidung voraussichtlich am 31. Mai bekanntgeben.

Die Fraktionsgemeinschaft überlegt noch, ob sie mit einem eigenen Kandidaten antritt. „Wir halten uns offen, bis die anderen ihre Bewerber vorgestellt haben“, sagte Fraktionschef Hans-Jürgen Schülbe. Man habe bereits Gespräche geführt. „Wir werden nur eine gestandene Persönlichkeit nominieren“, weil das Amt in der Festspielstadt anspruchsvoll sei. Auch Schülbe selbst sei wiederholt gefragt worden, ob er nicht antreten wolle. Gegenüber der HZ schloss er auch eine eigene Kandidatur nicht völlig aus.

Zum Tage, Seite 3, morgen lesen Sie ein Interview mit Martin Gröll

Von Kai A. Struthoff

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