Gespräche mit benachbarten Genossenschaftsbanken

Raiffeisenbank Asbach-Sorga denkt über Zusammenschluss nach

 Asbach/Sorga. Die Raiffeisenbank Asbach-Sorga wird im Herbst Sondierungsgespräche wegen eines möglichen Zusammenschlusses mit den benachbarten Genossenschaftsbanken führen. Das hat der Vorstand während der Mitgliederversammlung angekündigt und erbittet jetzt mit einem Fragebogen die Meinung der Mitglieder dazu.

„Solche Gespräche sollte man führen, wenn es einem noch gut geht“, sagt Vorstand Thomas Hüttner auf Nachfrage unserer Zeitung. Die Bilanzsumme der Raiffeisenbank Asbach-Sorga sei in Ordnung, die Mitglieder erhielten eine Dividende von sechs Prozent.

Allerdings sei die aktuelle Lage am Bankenmarkt schwierig, vor allem für kleine Banken, erklärt Hüttner. Zu schaffen mache den Banken vor allem die Niedrigzinspolitik mit teilweise negativen Sätzen und die Regulierungen aus Brüssel. „Wir haben 17 Angestellte, bräuchten aber 20 Beauftragte für verschiedene Bereiche“, sagt der Vorstand. Die formalen Anforderungen würden immer mehr. In den vergangenen zehn Jahren habe die Bank deshalb die Mitarbeiterzahl verdoppeln müssen.

Es sei nicht zu erwarten, dass im Zuge der EU-Harmonisierung die Zahl der Regulierungen nachlasse. Auch die Digitalisierung sei eine Herausforderung für kleine Häuser.

Ergebnisoffene Sondierungsgespräche

Thomas Hüttner hat deshalb bei den Vorständen der benachbarten Genossenschaftsbanken (VR-Bank Hersfeld-Rotenburg, Raiffeisenbank Werratal-Landeck und VR-Bank Nordrhön) das Interesse an Sondierungsgesprächen angekündigt. Diese Gespräche sollen ergebnisoffen geführt werden, betont Hüttner. Man sei offen sowohl für einen möglichen Partner als auch für die Entscheidung, vielleicht doch alleine zu bleiben. Ziel sei es, das Personal und die Zweigstellen zu erhalten.

Die Befragung soll nun feststellen, was die Mitglieder an ihrer Bank schätzen und welche Erwartungen sie an eine mögliche Fusion haben.

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare