Strafprozess am Amtsgericht wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen 25-jährigen Unfallfahrer

Radfahrer überlebte wie durch ein Wunder

Bad Hersfeld. Wie durch ein Wunder überlebte am 3. August vergangenen Jahres ein Fahrradfahrer, der gegen 15.07 Uhr auf der Kreisstraße zwischen Bad Hersfeld und Wippershain von einem Pkw erfasst wurde und daraufhin mehrere Meter durch die Luft flog. Drei Wochen war der Mann mit schweren, aber nicht lebensbedrohlichen Verletzungen im Krankenhaus und bis vor Kurzem arbeitsunfähig. Heute ist er zwar körperlich wieder hergestellt, doch psychisch immer noch angeschlagen.

Wegen fahrlässiger Körperverletzung wurde gestern der Unfallfahrer, ein 25-Jähriger aus Schenklengsfeld, vom Strafrichter des Amtsgerichts in Bad Hersfeld zu 1500 Euro Geldstrafe und einem Fahrverbot von einem Monat verurteilt. Der Angeklagte hatte eingeräumt, statt der erlaubten 100 km/h über 120 km/h gefahren zu sein. Durch ein abgebrochenes Überholmanöver war es zu dem Zusammenstoß mit dem Fahrrad gekommen.

„Es tut mir sehr, sehr leid“, sagte der Schenklengsfelder, der den Verletzten auch im Krankenhaus besucht hatte.

Von Karl Schönholtz

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