Musikalische Köstlichkeiten wurden beim Silvesterkonzert „Dinner for four“ in der Stadtkirche präsentiert

Mit Radetzky auf der Zielgeraden

Bad Hersfeld. Ungewohntes und Gewohntes servierten vier Musiker ihrem Publikum am letzten Abend des Jahres in der Stadtkirche. Der Tradition eines Silvesterkonzertes entsprechend spielten sie am Ende den Radetzkymarsch, doch zuvor unterhielten sie die rund 500 Besucher mit einigen musikalischen Überraschungen.

Sowohl Evgeny Yatsuk aus Oldenburg und Björn Diehl aus Oberaula auf ihren Trompeten und dem Horn als auch Tim Teschner aus Kiel und Sebastian Bethge, Kantor der Stadtkirche, auf der Orgel zeigten Kostproben ihres Könnens, die die Zuhörer zum Staunen brachten. Besonders als das Publikum aufgefordert wurde, durch Zuruf selbst den weiteren Programmablauf mitzubestimmen, ertönten ungewohnte Klänge in der Kirche.

Tim Teschner stellte spontan ein Wunscharrangement zusammen und brachte „Pink Panther“ und „Atemlos“ in einem Orgelstück mit „When the saints go marching in“ zusammen.

Das Ergebnis war sehr unterhaltsam und bekam deshalb tosenden Applaus. Nicht weniger geizte das Publikum mit Beifallsbekundungen, als Yatsuk und Diehl einen jazzigen Trompeten-Wettstreit ausfochten und dabei durch die Bankreihen in der Kirche gingen.

Das Konzert trug den Titel „Dinner for four“, angefangen hatte Bethge vor Jahren mit einem „Dinner for two“. Als er merkte, dass die Idee eines solchen musikalischen Jahres-Kehraus auf großes Interesse stieß, wurde das Konzert mittlerweile zu einem traditionellen Angebot des Fördervereins „Kirchenmusik an der Stadtkirche“. Teils zusammen, teils einzeln spielten die vier Musiker Werke von Marc-Antoine Charpentier, Wolfgang A. Mozart, Johann Sebastian Bach und Johann Strauß.

Zugabe muss sein

Ohne eine Zugabe wollte das begeisterte Publikum am Ende nicht in die Silvesternacht entlassen werden.

Von Vera Hettenhausen

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