Initiative will Fulda-Radweg attraktiver machen - Investitionen von 2,5 Millionen Euro

Radeln in die Spitzenliga

Der Fulda-Radweg gehört schon jetzt zu den Leuchttürmen der touristischen Entwicklung der Region. Jetzt soll er noch attraktiver werden. Foto: Archiv

Hersfeld-Rotenburg. Der Fulda-Radweg soll zu einem der beliebtesten Radwege Deutschlands werden. Um dieses Ziel zu erreichen, hat sich eine Arbeitsgruppe der Anrainerregionen unter der Leitung der NordHessen Touristik im Regionalmanagement Nordhessen gegründet. Der Kreis Hersfeld-Rotenburg wird in dem Gremium durch Natascha Oldenburg von der Wirtschaftsförderung des Kreises vertreten.

Gemeinsam möchte man vom derzeitigen Wachstum des Fahrradtourismus profitie-ren, denn nach Angaben des Regionalmanagements betrage die erwirtschaftete Nettowertschöpfung der Radtouristen in Deutschland rund 6,5 Milliarden Euro und besitze somit einen Anteil von fast elf Prozent an der Wertschöpfung des gesamten Tourismus.

Mängel bei Bad Hersfeld

Eine erste Analyse durch den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) hat ein hohes touristisches Potenzial des Radwegs bescheinigt. Doch einige Abschnitte des 250 Kilometer langen Fulda-Radwegs weisen derzeit Mängel auf. Im Raum Bad Hersfeld sowie nördlich von Kassel sind Wegeführung und Oberflächenbeschaffenheit verbesserungswürdig.

Diese Mängel sollen nun behoben werden, um eine Zertifizierung des Weges nach den Kriterien des ADFC zu erhalten. „Vier von maximal fünf Sternen kann der Fulda-Radweg erlangen und spielt dann in der Spitzenliga des deutschen Radtourismus, daran arbeiten wir derzeit mit Hochdruck“, sagt Ute Schulte, Leiterin der NordHessen Touristik.

In Kooperation mit den regionalen Entwicklungsgruppen der Landkreise werden derzeit ein Vermarktungskonzept für den Radweg entwickelt und die notwendigen Verbesserungen definiert.

Nach ersten Schätzungen werden vorerst Investitionen in Höhe von etwa 2,5 Millionen Euro notwendig sein, um die Qualitätsmängel am Weg zu beheben. Die Arbeiten werden mit Geld von Bund oder Land gefördert.

In einem zweiten Schritt sollen die touristische Beschilderung, Rastplätze für Radler, radlerfreundliche Gastronomie und Hotellerie sowie das touristische Marketing vorangetrieben werden.

„Der Fulda-Radweg ist ein Leuchtturmprojekt für die touristische Entwicklung der Grimm-Heimat NordHessen“, so Holger Schach, Geschäftsführer des Regionalmanagements Nordhessen. „Wir sind zuversichtlich, dank der engen Kooperation aller Anrainerregionen schon bald einen der besten Radwege Deutschlands in unserer Region zu haben.“ (red/kai)

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