Pfarrer Bernhard Schiller vom Papst zum Monsignore ernannt – Würdigung durch Bischof

Rackern für die Schäfchen

Pfarrgemeinderatssprecher Christian Struß (rechts) übermittelte die Glückwünsche der dankbaren Gemeinde und charakterisierte Monsignore Schiller als bescheidenen Seelsorger, „der sich von morgens bis abends für seine Schäfchen abrackert“. Fotos: Apel

BAD HERSFELD. Bei Bischofswetter und mit allerhöchster Ehrung im Gepäck stattete der Fuldaer Oberhirte Heinz Josef Algermissen am Kirchweihsonntag der Bad Hersfelder Pfarrei St. Lullus-Sturmius und ihrem 125 Jahre alt gewordenen Gotteshaus einen Besuch ab. Aber nicht nur das: Gemeinsam mit Pfarrer Bernhard Schiller und den Gläubigen feierte er das Festhochamt, an dessen Ende er dem in Gemeinde und Öffentlichkeit beliebten und hoch angesehenen Ortsgeistlichen eine von Papst Benedikt XVI. ausgestellte Urkunde überreichte, in der Schiller zum Monsignore - zum „Kaplan Seiner Heiligkeit“ - ernannt wird.

Er freue sich sehr - so Algermissen, dass der Papst seiner persönlichen Bitte entsprochen und Schillers vielfältiges Wirken mit der Verleihung der Auszeichnung gewürdigt habe. „Er hat es wirklich verdient!“, betonte der Bischof. Er verriet der Gemeinde, dass der 51-jährige, den er als einen mit hohem Einfühlungsvermögen beschenkten, guten Theologen und Seelsorger charakterisierte, die Nachricht mit der ihm eigenen Bescheidenheit aufgenommen habe. „Er wollte die Auszeichnung auch als Auszeichnung der Gemeinde verstanden wissen. Helfen und pflegen Sie ihn deshalb, dass er auch in schwierigen Zeiten „Ja!“ zu seinem Dienst sagen und ihn mit brennendem Herzen tun kann!“, rief er den Gottesdienstbesuchern zu.

Pfarrgemeinderatsvorsitzender Christian Struß unterstrich das bischöfliche Lob und bezeichnete Monsignore Schiller, der auch Moderator des Pastoralverbundes St. Lullus Hersfeld-Rotenburg ist, als einen Menschen, „der sich von morgens bis abends für seine Schäfchen abrackert und der noch Aufgaben von Anderen erledigt.“ Weil er ein großer Freund der Sprache und des Wortspiels ist, beschenkte Struß den „multitasking-fähigen“ Pfarrer mit Sascha Lobos Buch „Wortschatz“, in dem „Multitasking“, also das gleichzeitige Erledigen von mehreren Aufgaben, mit Hilfe von „Ultratasking“ auf die Spitze getrieben wird.

Bischof Algermissen feierte das mit Bachs Toccata und Händels Halleluja musikalisch umrahmte Hochamt in der mit vielen Rosen geschmückten Kirche in einem mit dem Hersfelder Doppelkreuz bestickten Gewand, auf dem das Motto des Jubiläumsjahres widergespiegelt wird: „Komm zur Quelle!“ Er rief die Gläubigen dazu auf, sich immer wieder am Altar ihrer Kirche zu versammeln und sich zu vergegenwärtigen, dass Christus den Menschen hier ganz besonders nahe ist. Anhand des Gleichnisses von den klugen und törichten Jungfrauen legte der Oberhirte dar, warum all unser Tun und Nicht-Tun Konsequenzen hat, ehe er seine Ansprache mit den Worten schloss: „Gott gebe, dass wir ausreichend für den Ernstfall der Ewigkeit vorgesorgt haben.“

Von Wilfried Apel

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