Der Winterschlussverkauf läuft dank und trotz des Wetters für viele Händler gut

Rabatte locken Kunden an

Signalfarben im Mode-Centrum Sauer: Links steht Kerstin Welter mit einem der vielen Hinweisschilder aus dem Laden. Ihre Kollegin Annerose Schankin präsentiert ein Schnäppchen aus der Damenabteilung des Unternehmens. Foto:  Backovic

Bad Hersfeld. Die Bad Hersfelder Innenstadt gleicht einem Meer aus Schildern: In Signalrot mit weißer Schrift prangen Rabatt-Tafeln in den Schaufenstern und als Aufsteller an den Straßenrändern. Wohin der Blick auch fällt, die Preisschlacht anlässlich des Winterschlussverkaufs (WSV) der Einzelhändler ist nicht zu übersehen.

Die Winterware wird jetzt zu Tiefstpreisen unter die Kunden gebracht, um Platz für neue Ware zu schaffen. Wer in diesen Tagen nach winterlichen Klamotten Ausschau hält, wird fast immer mit Mini-Preisen belohnt. Mäntel, Schuhe, Strickjacken, Handschuhe, Wintersportartikel und Mützen sind in vielen Läden bis zu 70 Prozent reduziert. Die Bilanz vieler Händler ist insgesamt positiv.

„Wir haben schon 2009 mit dem Reduzieren begonnen“, sagt Harald Lampp, Geschäftsführer des Mode-Centrums Sauer, der „nicht unzufrieden“ mit dem Verkaufsergebnis ist. Damit bestätigt er die Aussagen von Kollegen aus anderen Läden.

Besser als im Jahr zuvor

„Mit dem WSV sind wir ganz zufrieden“, berichtet Uli Sauter, Filialleiter bei Vockeroth. Auch er hat Ende 2009 angefangen zu reduzieren. „Handschuhe und Schals werden jetzt extrem gut verkauft.“ Jürgen Riegel, Geschäftsführer des Modegeschäftes Jeans Riegel, hat ebenfalls im Dezember die Preise gesenkt: „Deswegen merken wir vom Winterschlussverkauf eher wenig.“ Trotzdem seien dicke Pullover und Jacken aktuell bei seinen Kunden sehr gefragt.

Oliver Raacke vom Schuhhaus Raacke weiß: „Der Schlussverkauf läuft bei uns besser als im Jahr zuvor.“ Insbesondere Stiefel und gefütterte Schuhe werden bevorzugt gekauft. Verantwortlich dafür sei die aktuelle Wetterlage, sagt Raacke, der wohl noch zwei bis drei Wochen am Schlussverkauf teilnimmt.

Das Wetter spielt bei diesem WSV eine besondere Rolle. Einerseits sorgten die dauerhaft frostigen Temperaturen für viele Geldscheine in den Kassen der Bekleidungsgeschäfte. Andererseits waren Schnee und Glätte beim Verkaufen auch hinderlich.

„Die Einbrüche durch das Wetter haben wir bemerkt“, bestätigt Sauter. An zwei Wochenenden sei es so kalt gewesen, dass viele Kunden nicht in die Stadt gekommen seien. Im Modecentrum Sauer hat Harald Lampp dasselbe Phänomen beobachtet: „Wegen schwieriger Straßenverhältnisse zogen es einige Kunden vor, zuhause zu bleiben.“

Info: Die im Artikel genannten Geschäfte hat die Redaktion nach dem Zufallsprinzip ausgewählt.

Von Dorothea Backovic

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