Polizei stellt Kriminalstatistik für das Jahr 2012 vor – Hoff ruft Bürger zur Mitarbeit auf

Quote über Landesschnitt

Moderne Technik: Fürs Foto präsentiert Kriminaltechniker Horst Grenzebach (rechts) die Funktion des elektronischen Fingerabdruckscanners. Horst Mertelmeyer (Polizeistation Bad Hersfeld), Dieter Willhardt (Kriminalpolizei), Polizei-Pressesprecher Manfred Knoch, Polizeipräsident Alfons Hoff und Joachim Stransky (Polizeistation Rotenburg, von links) hatten die Kriminalstatistik für das Jahr 2012 vorgestellt. Foto: Eisenberg

Hersfeld-Rotenburg. Die Zahl der Straftaten im Landkreis Hersfeld-Rotenburg ist im vergangenen Jahr leicht angestiegen. Insgesamt gab es in den vergangenen zehn Jahren jedoch einen deutlichen Abwärtstrend. Auf diese Entwicklungen wiesen Polizeipräsident Alfons Hoff und die Führungskräfte der Polizei Hersfeld-Rotenburg gestern bei der Vorstellung der Kriminalstatistik für den Landkreis hin.

2012 wurden demnach im Landkreis Hersfeld-Rotenburg 6 366 Straftaten aktenkundig, 2011 waren es 6 133 Fälle, 2003 noch 7 389 Fälle gewesen.

61,5 Prozent der Taten wurden 2012 aufgeklärt. Damit lag die Aufklärungsquote im Landkreis über dem Landesschnitt von 58,8 Prozent, jedoch unter dem Schnitt des Polizeipräsidiums Osthessen von 62,3 Prozent. Angesichts dieser guten Aufklärungsquote lobte Alfons Hoff nicht nur die Arbeit der Polizeibeamten, sondern auch die gute Zusammenarbeit mit der Bevölkerung. Dieter Willhardt, Leiter der Kriminalpolizei, gab einen Überblick über ein einzelnen Straftatbestände. Den größten Anteil an den Straftaten hatten 2012 mit 25,1 Prozent die sogenannten Vermögens- und Fälschungsdelikte. Zu diesen Fällen, deren Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 98 auf 1601 angestiegen ist, gehören unter anderem Schwarzfahrer. Auch die Zahl der Straftaten gegen das Leben ist von 8 auf 15 angestiegen. Dieser Wert sei laut Willhardt nur bedingt aussagekräftig, da bei diesen Delikten der schwerwiegendste Anfangsverdacht aufgenommen werde. Dennoch habe es zwischen 2011 und 2012 vier teilweise spektakuläre Tötungsdelikte gegeben. Die Zahl der Raub-Fälle ist 2012 von 36 auf 49 angestiegen. Im vergangenen Jahr gab es im Landkreis jedoch keinen Bankraub. Von 90 auf 106 angestiegen ist auch die Zahl der Wohnungseinbrüche. Hier soll laut Hoff verstärkt auf die Beratungsangebote der Polizei hingewiesen werden. Ein Zusammenhang mit dem früheren Abschalten der Straßenbeleuchtung in manchen Gemeinden bestehe jedoch nicht, da Einbrüche auch am Tage verübt würden.

Von 580 auf 732 Fälle angestiegen ist die Zahl der Sachbeschädigungen. Im vergangenen Jahr hatte es in Bad Hersfeld zwei mittlerweile aufgeklärte Beschädigungsserien an Autos gegeben, zu Sachbeschädigungen komme es zudem im Umfeld von Festveranstaltungen. Im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen, mit Blick auf die vergangenen zehn Jahre jedoch von 536 auf 127 gesunken ist die Zahl der Autoaufbrüche. Von 573 auf 569 ist die Zahl der Körperverletzungen gesunken, ebenso die Straßenkriminalität von 953 auf 938 Fälle. „Niemand muss Angst haben auf die Straße zu gehen“, betonte Polizeipräsident Hoff.

Von Jan-Christoph Eisenberg

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