Wegen Bakterienbelastung fiel im Heringer Naturbad fünf Tage das Badevergnügen aus

Die Quelle ist das Übel

Keimfrei: Seit gestern 13.45 Uhr ist das Heringer Naturfreibad, nicht nur zur Freude der Kinder, wieder offen. Am vergangenen Freitag war es um 16 Uhr wegen zu hoher Keimbelastung wieder einmal vorerst geschlossen worden. Foto: Reymond

Heringen. Der Sommer ist am vergangenen Montag endlich in der Region angekommen, doch der Badespaß im Heringer Naturschwimmbad fiel zunächst aus. Wieder einmal musste das Bad wegen zu hoher Keimbelastung vom Kreisgesundheitsamt geschlossen werden. Das war am vergangenen Freitag um 16 Uhr der Fall.

Im Wasser war der Grenzwert für Pseudomonaden (Pseudomonas aerugiosa) überschritten worden. Als mögliche Ursache wird von den Fachleuten angenommen, dass durch die starken Regenfälle der vergangenen Wochen die Bakterien ins Quellwasser gelangt waren.

Das Bad wurde nämlich bisher über eine oberflächennahe Quelle im Liedengraben gespeist. Und auf den Weiden darüber wird Vieh gehalten. „Wir gehen davon aus, dass die Keime durch den vielen Regen regelrecht ins Quellwasser gespült worden sind“, teilt Bürgermeister Hans Ries mit.

Festgestellt worden waren bei einer Probeentnahme am 17. Juli 170 Keime in 100 Milliliter Probenwasser. Am 20. Juli waren es noch 80. Der Grenzwert liegt bei nur zehn Keimen. Nachdem am Montag an zwei Messstellen nur noch vier und fünf Keime registriert worden waren, wurde das Bad gestern um 13.45 Uhr für die Gäste wieder geöffnet. „Schade, denn bereits am Morgen haben wir ungefähr 100 Gäste wieder wegschicken müssen, die dann ins Bad nach Philippsthal gefahren sind“, ärgert sich Jan Reichhardt, Leiter des Fachbereichs Bäderbetriebe. In den Griff bekommen hatten die Verantwortlichen das Problem, nachdem 250 Kubikmeter Trinkwasser in das Naturbecken eingeleitet worden waren. Auf Wasser aus der Quelle Liedengraben für das Naturbad wird künftig verzichtet.

Von Mario Reymond

Kommentare