Bad Hersfelder Kindertagsstätten stellen neues Leitbild vor

Qualität an erster Stelle bei Kinderbetreuung

Bad Hersfeld. Die Stadt Bad Hersfeld setzt bei der Kinderbetreuung auf Qualität: Für die zwölf städtischen Kindertagesstätten und Krippen wurde jetzt ein Leitbild vorgestellt, das Qualitätsmerkmale und Zielvorgaben definiert. Demnach verstehen sich die Betreuungseinrichrungen als „kleine Bildungsstätten mit Nestwärme“.

Das Leitbild ist Ergebnis eines vor drei Jahren begonnenen Prozesses, indem die Erzieherinnen fast ausnahmslos ihre Kompetenzen durch Fortbildung erweitert haben. Die Teilnahme am sogenannten Papilio-Programm hat sich die Stadt rund 30 000 Euro kosten lassen.

Im Multifunktionsraum der Konrad-Duden-Stadtbibliothek stellten die Vertreterinnen der Leitbildgruppe nicht nur gute Absichten, sondern konkrete Schritte vor, um mit dem Kindergarten mehr zu sein als ein „Abgabe- und Betreuungsort“.

Weil Bildung schon bei den Kleinsten beginne, soll der Lernprozess bei den Null- bis Zehnjährigen nach den Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan gefördert werden. Die Kinder sollen lernen, wie man lernt und dabei im Wettbewerb mit sich selbst, also nicht gegeneinander stehen.

Die praktische Umsetzung erfolgt beispielsweise durch Entwicklungs-Portfolios für jedes einzelne Kind, durch spielzeugfreie Tage oder durch Lernhilfen wie die „Kistenkobolde“, die beim Umgang mit Emotionen helfen.

Als sichtbares äußerliches Zeichen wurde für jede einzelne Einrichtung ein Prospekt erstellt, in dem sich neben allgemeinen Beschreibungen auch die jeweiligen Qualitätsmerkmale finden. Eine gute räumliche Ausstattung und familienfreundliche Preise haben sich die Hersfelder Kindergärten auch bisher schon zugute gehalten.

Bürgermeister Hartmut H. Boehmer sagte: „Qualität ist hier die Hauptsache. Wir werden auf diesem Weg fortschreiten.“ Die ersten Reaktionen auf die Präsentation waren positiv bis begeistert.

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Von Karl Schönholtz

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