Volkshochschule reagiert mit spezialisierten Angeboten

Qualifikation immer wichtiger

Sie entwerfen und vermitteln das Bildungsangebot der Volkshochschule für Beruf und Freizeit: Christoph Stache, Sarah Andrikoglou, Anja Staab und Oliver Wiedemann (von links) mit dem neuen Kursprogramm, das morgen unserer Zeitung beiliegt. Foto: Schönholtz

Hersfeld-Rotenburg. Häkelkurse und Windows für Anfänger, das war gestern. Die Volkshochschule von heute muss mehr bieten, um mit den Ansprüchen auf dem Arbeitsmarkt und einer gehobenen Freizeitgestaltung Schritt zu halten. „Die berufliche Qualifikation wird immer wichtiger, alles wird immer spezialisierter,“ sagt Anja Staab, die Leiterin der Vhs im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Deswegen reicht es längst nicht mehr, eine gute Idee für einen Kurs zu haben. „Er muss auch qualifiziert angeboten werden,“ weiß Staab, schließlich habe sich auch die heimische Volkshochschule zertifizieren lassen und damit nachvollziehbaren Standards verpflichtet.

Wesentlicher Baustein

Also: Muttersprachler zu sein, aber von Pädagogik keine Ahnung zu haben, das genügt nicht einmal für den Englisch-Grundkurs. Und für den Unterricht auf dem weiten Feld der EDV benötigt die VHS mittlerweile echte Könner, die sich auch mit Spezialprogrammen auskennen.

„Die Kursleiter sind ein wesentlicher Baustein,“ sagt Staab. Ein reglementiertes Bewerbungsverfahren soll deren Qualifikation sicherstellen. „Es ist mitunter nicht ganz einfach, geeignete Kursleiter zu finden,“ schildert Staab ihre Erfahrungen, kann jedoch auf eine gute Zusammenarbeit der hessischen und insbesondere der nordhessischen Volkshochschulen verweisen. „Da hilft man sich gegenseitig aus.“

Anteile verschoben

Etwas verschoben haben sich mit der Zeit die Anteile der Angebotsbereiche. Ein wenig geschrumpft sei innerhalb der vergangenen zehn Jahre die Zahl der Sprachkurse, die jedoch immer noch ein Drittel des Gesamtangebots ausmachten. Ebenfalls jeweils ein Drittel entfällt auf die berufliche Bildung inklusive EDV und auf den Gesundheitsbereich mit Prävention. Themenfelder wie Psychologie, Pädagogik, Gesellschaft oder Malkurse gehören laut Staab zwar noch zum Programm, fallen aber zahlenmäßig kaum noch ins Gewicht.

Die Vhs-Chefin verweist im Zusammenhang mit dem neuen Programm auch auf die staatlichen Fördermöglichkeiten. Sowohl der Bund als auch das Land unterstützen (berufliche) Weiterbildung. Die Vhs empfiehlt sich hier als neutrale Beratungsstelle.

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Von Karl Schönholtz

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