Brandzimmer mehrere Wochen nicht nutzbar

Psychiatrie wieder im Normalbetrieb

Bad Hersfeld. Nach dem Matratzenbrand in einem Zimmer der psychiatrischen Abteilung im Klinikum hat die geschlossene Station B ihren Betrieb wieder voll aufgenommen. Nur 14 Tage nach dem Brand sagte Chefarzt Prof. Dr. Gerald Schiller am Donnerstag: „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen.“

Das Zimmer, in dem ein psychisch schwer kranker Patient zwei Matratzen in Brand gesteckt hatte, wird aber auch für die nächsten vier bis sechs Wochen nicht beziehbar sein. Eine Komplettrenovierung ist notwendig. Um den Stationsbetrieb nicht zu belasten, soll diese laut Geschäftsführer Martin Ködding von der Außenseite des Gebäudes durchgeführt werden. Der mutmaßliche Brandstifter wurde kurz nach dem Brand in eine andere Einrichtung verlegt.

Laut Ködding liegt die gesamte Schadenssumme insgesamt zwischen 60 000 und 100 000 Euro. Darin enthalten sind neben den Renovierungskosten auch Aufwendungen für Luft- und Schadstoffmessungen. Ein großes Glück sei es nach Angaben der Geschäftsführung gewesen, dass es zum Zeitpunkt des Brandes eine leerstehende Station als Ausweichmöglichkeit gegeben habe.

Dank an Helfer

Besonderen Dank sprachen Ködding und Schiller allen ehrenamtlichen Helfern – besonders von der Betreuungsgruppe des Roten Kreuzes und der Feuerwehr – aus, „die die Patienten mit großer Ruhe während der hektischen Phase nach dem Brand begleitet haben.“ So sei es kein Problem gewesen, die Versorgung der Patienten ohne Unterbrechung sicherzustellen.

Mit der Wiedereröffnung der Station wurden keine zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen eingeführt. Ganz auszuschließen seien solche Vorfälle nie, sagte Schiller. „Wir wollen ja auch keine JVA-Verhältnisse im Klinikum schaffen.“ (lad)

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