Kripobeamten sagen als Zeugen aus - DNA-Spuren an Vierkantstange

Prozess gegen Lolls-Schläger: Der Ton wird schärfer

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Fulda/Bad Hersfeld. Im Prozess gegen den sogenannten Lolls-Schläger vor der Ersten Großen Strafkammer des Landgerichts Fulda werden derzeit die ermittelnden Kripobeamten als Zeugen vernommen. Dabei wird der Ton seitens der Verteidigung zunehmend schärfer.

DNA-Spuren des Opfers und des mutmaßlichen Täters an einer Vierkantstange aus Aluminium belasten im Lollsschläger-Prozess vor der 1. Großen Strafkammer des Landgerichts Fulda den Angeklagten. Dem 25-Jährigen aus Niedersachsen werden unter anderem versuchter Mord und versuchter Totschlag vorgeworfen. Der Schausteller soll am frühen Morgen des 17. Oktober vergangenen Jahres am Rande des Lullusfestes in Bad Hersfeld mehrere Personen mit der Stange geschlagen und dabei zum Teil lebensgefährlich verletzt haben. Gegenüber der Polizei hatte der im Prozess schweigende Angeklagte zugegeben, die Stange geführt zu haben, sich aber auf Notwehr berufen (wir berichteten mehrfach).

Die beiden Verteidiger versuchen, die Arbeit der Ermittler in Zweifel zu ziehen. Ein vorläufig nicht auffindbares Foto eines Befragten Schaustellers und der Umstand, dass sich der Prozessbeobachter der Kripo mit seinen Kollegen über den Fortgang des Verfahrens unterhalten hat, haben für weitere Verzögerungen gesorgt. Mittlerweile gibt es jedoch auch einen Zeugen unter den Schaustellern, der den Angeklagten mit einer Metallstange in der Nähe des Tatorts gesehen hat.

DNA-Spuren des Opfers und des mutmaßlichen Täters an einer Vierkantstange aus Aluminium belasten den Angeklagten. Der Schausteller soll am frühen Morgen des 17. Oktober vergangenen Jahres am Rande des Lullusfestes in Bad Hersfeld mehrere Personen mit der Stange geschlagen und dabei zum Teil lebensgefährlich verletzt haben. Gegenüber der Polizei hatte der im Prozess schweigende Angeklagte zugegeben, die Stange geführt zu haben, sich aber auf Notwehr berufen. (ks)

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