Kunstverein Bad Hersfeld zeigt Installation „Pressespiegel“ im HZ-Verlagshaus

Presse im Spiegel

„Pressespiegel“: Die Künstlerinnen Silvia Dostal, Margot Knüpfer, Christel Ziegler, Christa Siebold, Cornelia Assi und Hannelore Zier (von links) haben sich intensiv mit dem Thema Zeitung auseinandergesetzt und daraus eine Installation gefertigt, die zurzeit im neuen Verlagshaus der Hersfelder Zeitung am Benno-Schilde-Platz zu sehen ist. Foto: Zacharias

Bad Hersfeld. Offen für Kunst und Kultur ist die Hersfelder Zeitung immer schon gewesen. Nun ist sie auch selbst zum Thema für die Kunst geworden. Gestern Nachmittag wurde im Foyer des Verlagshauses der Hersfelder Zeitung am Benno-Schilde-Platz die Installation „Pressespiegel“ vorgestellt, ein Projekt des Kunstvereins Bad Hersfeld.

Zunächst in großer Runde habe sich der Kunstverein mit dem Thema Zeitung auseinandergesetzt, erzählte Silvia Dostal. Intensiv gearbeitet haben dann sechs Künstlerinnen an dem Projekt. Christel Ziegler, Cornelia Assi, Christa Siebold, Hannelore Zier, Margot Knüpfer und Silvia Dostal haben ihr Objekt „Pressespiegel“ benannt und beleuchten darin den Informationsprozess. Vor einem, an eine Zeitungsseite anmutenden Spiegel, dessen Elemente wie Bilder und Artikel angeordnet sind, einige vergrößernd, einige gekippt und einige etwas blind, steht eine stilisierte Figurengruppe, beklebt mit vielen Schichten Zeitungspapier.

Betrachter muss sich bewegen

Je nach seinem Standpunkt muss der Betrachter sich bewegen, um die Figuren herumblicken, um einen Blick auf den Spiegel zu erhaschen, in dem er nicht nur die davor stehenden Figuren und die darauf geklebten Texte, sondern auch seine Umgebung und sich selbst erkennen kann.

„Wir haben uns gerne geöffnet“, sagte HZ-Geschäftsführer Markus Pfromm, der in dem Spiegelobjekt auch Anmutungen an die Architektur des neuen HZ-Verlagshauses erkannte, wo ebenfalls großer Wert auf Offenheit gelegt wurde. „Wir bilden Wirklichkeit ab, sind aber auch Teil der Wirklichkeit“, erläuterte er die Arbeit der Medienmacher.

Der „Pressespiegel“ ist bis Ende Juli montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr und samstags von 8 bis 12 Uhr zu sehen.

Von Christine Zacharias

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