Forstämter reagieren auf wachsende Nachfrage nach Industrieholz

Preise für Brennholz aus dem Wald steigen

Hersfeld-Rotenburg. Heizen mit Holz wird immer beliebter und teurer. Die Forstämter Bad Hersfeld und Rotenburg haben zum Oktober die Preise für Holz aus ihren Wäldern angehoben. Andere Anbieter werden folgen.

Der Staatsforst bietet Langholz von etwa fünf Metern an, das zur Abholung an den Waldweg gerückt ist. Der Preis für den Festmeter Buchen- oder Eichenholz ist von 52 auf 55 Euro gestiegen, teilt Georg Hedrich vom Forstamt Bad Hersfeld mit. Der Festmeter Nadelholz hat sich um drei Euro auf 43 Euro verteuert.

Alternativ können Kunden sogenannten Schlagabraum selbst aus dem Wald holen. Der Raummeter Buche und Eiche kostet 25 Euro, Nadelholz schlägt mit 16 Euro pro Raummeter zu Buche. Ein Raummeter entspricht ungefähr 0,7 Festmetern.

In handlichere Stücke geschnittenes Meterholz werde nicht mehr angeboten, sagt Dr. Hans-Werner Führer, Leiter der Forstamts Rotenburg: „Das ist den Kunden zu teuer.“

Für die Preissteigerung sei die wachsende Nachfrage nach Industrieholz verantwortlich. Produzenten von Spanplatten und anderen Produkten benötigten mehr Rohstoff, und immer mehr Anlagen zur Energieerzeugung würden mit Holz befeuert, sagt Führer.

Günstiger als die Ware der staatlichen Forstämter ist teilweise das Holz aus den Wäldern der Städte und Gemeinden. Sie werden zwar von den Forstämtern bewirtschaftet, die Kommunen können aber eigene Preise festsetzen.

Bei der Stadt Rotenburg ist der Festmeter Buchen-Langholz mit 45 Euro sogar zehn Euro günstiger als beim Staatsforst. Zum 1. Januar 2011 würden die Preise aber um bis zu 14 Prozent angehoben, kündigt Fachdienstleiter Andreas Fügner an. Der Festmeter Buchenholz kostet dann 49 Euro. Andere Kommunen wie Bad Hersfeld und Ludwigsau koppeln die Holzpreise direkt an die Vorgaben der Forstämter.

Hintergrund/Zum Tage

Von Marcus Janz

Kommentare