Bebauungsplan für das Schilde-Areal mit Änderungen auf den Weg gebracht

Prägende Projekte am Park

Bad Hersfeld. Der Bauausschuss hat bei seiner Sitzung am Mittwoch grünes Licht für den Bebauungsplan für den Schilde-Park gegeben. Zuvor hatte die Mehrheitsfraktion aus SPD, FWG und Grünen noch einige Änderungswünsche durchgesetzt. So soll das am Seilerweg vorgesehene „Baufenster“ nur etwa 1200 Quadratmeter und nicht wie von Bürgermeister Thomas Fehling favorisiert rund 5000 Quadratmeter groß werden.

Bislang gebe es nur eine konkrete Anfrage eines Investors, der dort ein Bürohaus bauen wolle, erläuterte der Ausschussvorsitzende Roland Luley. Außerdem soll die Kreuzung Dippelstraße-Bahnhofstraße am Kino zu einem Kreisel umgebaut werden. Weiterhin möchte die Mehrheitsfraktion einen Fußweg vom Seilerweg in Richtung Stadthaus durch das Parkgelände anlegen lassen. Dazu wird eine einfache Brücke über die offengelegte Geis benötigt. Man erhofft sich davon eine direktere Anbindung der Unterstadt an den Schilde-Park.

Villen und Verlagshaus

Auch sonst gibt es große Pläne für das Innenstadt-Areal. So berichtete Bauamtsleiter Johannes von Horrick über die Planungen für mehrere Stadtvillen, die hinter der Dippelmühle entstehen sollen. HZ-Geschäftsführer Markus Pfromm informierte die Ausschussmitglieder über die Baupläne der Hersfelder Zeitung, die neben der Veranstaltungshalle ein neues Verlagsgebäude bauen will, das vom Architekturbüro Dorbritz entworfen wird (wir berichteten).

Auf dem Areal, das früher der Firma Lomo gehörte, sollen die Lagerhallen und das Wohnhaus, die dort jetzt stehen, abgerissen werden. Geplant ist, auf dem 1600 Quadratmeter großen Grundstück ein dreigeschossiges modernes Verlagshaus mit rund 1100 Quadratmetern Bürofläche zu bauen. Pfromm sprach von einem „prägenden Projekt für die Innenstadt und den Schilde-Park“ und betonte das Bestreben der Zeitung, zurück in die Stadt zu ziehen, um Lesern und Kunden eine bessere Erreichbarkeit zu bieten. Luley bezeichnete das Bauvorhaben als „Gewinn für den ganzen Schilde-Park“.

Auch in der Nachbarschaft tut sich etwas. Im Bauausschuss wurde darüber informiert, dass der Unternehmer Egon Schnetgöke das Wever-Gelände gekauft hat, um in den Hallen Saisonware umzuarbeiten. Die Pläne, dort möglicherweise einen Media-Markt anzusiedeln, „sind für diesen Standort beerdigt“, sagte Bürgermeister Fehling. Auch andere Nutzungsvorhaben sind zunächst gestoppt.

Von Kai A. Struthoff

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