Letzte Kontrolle vor dem völligen Ende der Lohnsteuerkarte steht ins Haus

Post vom Finanzminister

Auskunft am Telefon: An einem Computer-Arbeitsplatz bedient Timo Heusner (Zweiter von rechts) Anrufer. Rechts neben ihm Finanzstaatssekretärin Dr. Luise Hölscher. Links im Bild Finanzamtsvorsteher Frank Drill und Geschäftsstellenleiter Thomas Schott. Beim Rundgang waren auch die Personalräte aus Bad Hersfeld und Rotenburg (Bildmitte) dabei. Foto: Hornickel

Bad Hersfeld. Die Lohnsteuerkarte hat ausgedient: Sie wird 2012 durch ein elektronisches Verfahren abgelöst. Das soll den Steuerzahlern unnötige Lauferei zum örtlichen Meldeamt ersparen.

Doch zuvor müssen die Steuerzahler kontrollieren, ob die Daten, die das Finanzamt speichert, korrekt von den Stadt- und Gemeindeverwaltungen übermittelt wurden. Deswegen bekommen die Steuerzahler im Landkreis jetzt außerplanmäßig Post vom Fiskus. Darauf wies gestern Hessens Finanzstaatssekretärin Professor Dr. Luise Hölscher bei einem Besuch des Finanzamtes in Bad Hersfeld hin. Allerdings muss niemand beunruhigt sein, wenn er keine Kontrollmitteilung erhält.

Finanzamtsvorsteher Frank Drill wartet schon mit Spannung auf den Ausgang der Daten-Kontrolle. Im Hinterkopf hat er dabei die Tatsache, dass im Bereich des Finanzamtes Hersfeld-Rotenburg überdurchschnittlich viele kleine Verwaltungen liegen.

Das Finanzamt hat sich bereits auf eine Fülle von telefonischen Rückfragen eingerichtet. Deshalb stellte Drill seiner Vorgesetzten die Finanzservice-Stelle und den telefonischen Auskunftsservice vor, der für mehr Kundenfreundlichkeit im Amt sorgen soll. Generell muss das Kontrollformular aber auf Papier ausgefüllt und mit der handelsüblichen Post zurückgesandt werden, um Übertragungsfehler oder Missbrauch zu vermeiden. Schließlich bilden die Daten das Rückgrat der Veranlagung zur Lohn- und Einkommenssteuer.

Ab 2012 werden die Lohnsteuerabzugsmerkmale wie Steuerklasse, Zahl der Kinderfreibeträge, Kirchensteuerkennung und Freibeträge in einer Datenbank der Finanzverwaltung gespeichert und dem Arbeitgeber in elektronischer Form zur Verfügung gestellt. SERVICE,

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Von Kurt Hornickel

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