Stadtparlament beschließt Sanierung der alten Verwaltung im Schildepark für Hochschul-Außenstelle

Ein positives Signal für StudiumPlus

Bad Hersfeld. Bevor ihm der Stadtverordnetenkollege Hans-Jürgen Schülbe verbal auf die Schulter klopfte, erinnerte der NBL-Parlamentarier Michael Bock sicherheitshalber selbst an die Verdienste, die er sich einst als Erster Stadtrat erworben hatte: Die DGUV-Hochschule der Gesetzlichen Unfallversicherer am Seilerweg mit ihren 120 Internatsplätzen habe die Stadt nie auch nur einen Pfennig gekostet, sagte Bock, durch dessen Initiative die Akademie nach Bad Hersfeld gekommen war.

Mit dem Beispiel DGUV äußerte Bock sein Missbehagen über die Beschlussvorlage zur Zukunft von StudiumPlus, der im Schildepark ansässigen Außenstelle der technischen Hochschule Mittelhessen. Deren Betrieb sei nämlich von vornherein auf Zuschuss und Verlust angelegt, mäkelte Bock.

Konkret beabsichtigt die Stadt, hier gut sieben Millionen Euro in die Sanierung der derzeit genutzten alten Verwaltung zu stecken und damit ein Signal für den weiteren Ausbau der Bildungseinrichtung zu geben, die im dualen System Studium und berufliche Praxis verbindet. Außerdem sichert die Stadt eine jährliche Unterstützung in der Größenordnung von derzeit 50 000 Euro zu.

„Das ist es uns wert,“ hielt der SPD-Stadtverordnete Carsten Lenz Bock entgegen, und Hans-Jürgen Schülbe (UBH) meinte, StudiumPlus sei „gut für Bad Hersfeld und gut für junge Leute“. Auch Gunter Grimm (CDU) stellte fest: „Wir stehen dazu.“ Bock, der die Mehrheit gegen sich hatte, musste sich zudem anhören, dass die Ausbildung bei StudiumPlus auch den (Logistik-) Betrieben vor Ort diene. (ks)

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