Immobilienmarktbericht 2012 vorgestellt

Positiver Trend beim Hauskauf

Hersfeld-Rotenburg. Der jetzt vorgestellte Immobilienmarktbericht 2012 enthält umfassende Informationen zum Marktgeschehen. Mit 5382 registrierten Kaufgeschäften (+ 8,5 Prozent) und einem Umsatz von 332 Millionen Euro (+18,7 Prozent) liegen die Zahlen deutlich im Plus, der positive Trend setzt sich fort.

Der vom Amt für Bodenmanagement in Homberg/Efze erarbeitete Marktbericht gibt über die Daten der drei Landkreise Werra-Meißner, Hersfeld-Rotenburg und Schwalm-Eder unter verschiedenen Aspekten in gewohnter Weise detailliert Auskunft, bis hinunter auf die Ebene der Gemeinden.

Im Durchschnitt kostete beispielsweise ein Wohnhaus im Schwalm-Eder-Kreis 119 250 Euro, im Kreis Hersfeld-Rotenburg 115 000 Euro, im Werra-Meißner-Kreis mussten 104 400 Euro gezahlt werden.

Die Preisspanne bezogen auf die Kommunen ist noch größer: Vom Spitzenreiter Fritzlar (154 327 Euro) über Bad Hersfeld (134 076 Euro), Homberg (Efze) (95 539 Euro) und Eschwege (92 856 Euro) wird am Ende der Liste die Gemeinde Cornberg erreicht. Dort wurden bebaute Wohnimmobilien im Schnitt für 33 467 Euro veräußert.

Preissteigerungen

Ein spezieller Blick in den Landkreis Hersfeld-Rotenburg zeigt, dass hier der Flächenumsatz für unbebaute Grundstücke um 0,6 Prozent gesunken ist, während bebaute Flächen um über 70 Prozent zugenommen haben. Dazu passt, dass freistehende Einfamilienhäuser um zwölf Prozent teurer gehandelt wurden, Reihenhäuser gar um 35 Prozent mehr kosteten als noch vor einem Jahr.

Einen besonderen Stellenwert nehmen im Bericht schon gegenwärtig und auch in Zukunft die Informationen zum demografischen Wandel ein. Interessierte Bürger und Marktbeobachter finden hier die wichtigsten Basisdaten. Gutachter und Sachverständige sind auf diese Informationen angewiesen, die nach gesetzlichem Auftrag für eine angemessene Berücksichtigung bei der Wertfindung herangezogen werden müssen.

Daten zu Wohnungsmieten

Neben den Betrachtungen zur Bevölkerungsentwicklung, die bereits im Bericht 2011 enthalten waren, sind die Themenfelder Altersstruktur und Entwicklung der Arbeitsplätze dazu gekommen. Die Darstellung der reinen Fakten in Tabellen wird durch anschauliche Kartengrafiken ergänzt, die räumliche Zusammenhänge erkennen lassen und die Ursachenforschung unterstützen.

Besondere Aufmerksamkeit verdient auch in diesem Bericht das Kapitel Mieten. Die Datensammlung zu Wohnraummieten konnte wesentlich erweitert werden, die in Bezug auf die Bodenrichtwerte vorgenommene Auswertung wird stabiler.

Um den für Ungeübte oft schwierigen Umgang mit Tabellen einfacher zu gestalten, bietet die Geschäftsstelle zusätzlich den Mietwertkalkulator MiKa an, der mit wenigen Eingabedaten auf der Grundlage regionaler Vergleichsmieten eine mittlere Miete berechnet und anschaulich darstellt. Die dazu notwendigen Informationen sind im Marktbericht enthalten. (red/ks)  Text unten

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