Bad Hersfelder Orthopädie-Klinik nach zehn Jahren auf Kurs

Positive Schlagzeilen statt schlechter Presse

Bad Hersfeld. Zehn Jahre nach ihrer Gründung macht die Bad Hersfelder Orthopädie-Klinik nur noch durch die Kunst ihrer Ärzte Schlagzeilen. Dabei hatte die Akutklinik mit ihren 40 Planbetten einen schwierigen Start, musste wechselnde Trägerschaften, die Insolvenz des Betreibers und die Zwangsversteigerung der Immobilie überstehen.

„In der Trägerschaft des Klinikums und damit des Landkreises Hersfeld-Rotenburg ist die orthopädische Klinik heute in einer stabilen Situation und hat verlässliche Rahmenbedingungen“, erklärt dazu Martin Ködding, Geschäftsführer des Klinikums Bad Hersfeld.

Die Orthopädie war zunächst vier Jahre lang eine Abteilung des damaligen Kreiskrankenhaus Bad Hersfeld und zog 2001 plangemäß in die ehemalige Kurklinik Wigbertshöhe, die für etwa zehn Millionen Euro umgebaut wurde.

Die Klinik wurde seinerzeit von der KTE-Gruppe betrieben, verbunden mit der einer Reha-Klinik im Kurpark (das heutige Hotel Thermalis). 2004 geriet die KTE in finanzielle Schwierigkeiten. Im Juli 2005 konnten sich der Insolvenzverwalter, die Krankenkassen als Kostenträger und die Verantwortlichen des Klinikums darauf einigen, die Orthopädie ab 1. August 2005 als hundertprozentige Tochter des Klinikums weiterzuführen. 2008 wurde zudem ein langfristiger Mietvertrag mit dem Eigentümer der Immobilie abgeschlossen. Seit 2005 führt die Orthopädie das Physiocenter als Außenstelle im Kurpark. Inzwischen werden jährlich über 750 Kunstgelenke eingesetzt, zahlreiche Wechseloperationen, aber auch mehr als 700 Gelenkspiegelungen, davon allein rund 200 an der Schulter, ausgeführt.

Die Orthopädie hat während der vergangenen zehn Jahre mehr als 15000 Patienten stationär behandelt. Dabei wurden 2500 Hüftprothesen und 3500 Knieprothesen implantiert.

Im laufenden Jahr werden voraussichtlich 1800 Patienten stationär und 4000 Patienten ambulant behandelt.

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Von Karl Schönholtz

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