Ute Brinkmann aus Bad Hersfeld – Eines von unzähligen Opfern des Vulkans

Portugal fiel aus wegen Asche

Ohne Spesen nichts gewesen: Ute Brinkmann aus Bad Hersfeld kehrte unverrichteter Dinge vom Flughafen-Hahn wieder heim. Foto: Hornickel

Bad Hersfeld. Ute Brinkmann aus Bad Hersfeld ist eine der Reisenden, die in unserem Landkreis Opfer des isländischen Vulkanausbruchs und seiner Folgen wurde. Die geplante Flugreise zum Vater nach Portugal fiel ins Wasser.

„Bis zuletzt gab es keinerlei Information über den Ausfall“, berichtet Ute Brinkmann, die am Freitag mit ihrem Mann Willi als Chauffeur nach Frankfurt/Hahn gefahren war. Erst abends gegen 20 Uhr bekam die 44-jährige Künstlerin eine SMS von der Fluglinie, in der sie dazu aufgefordert wurde, entweder umzubuchen oder ihren Flugpreis zurückzufordern.

Um 3.30 Uhr fuhren die Brinkmanns in Bad Hersfeld los und waren um 6.05 Uhr da, rechtzeitig genug, um an Bord der Ryan-Air-Maschine zu gehen, die um 7.15 Uhr nach Faro in Portugal abfliegen sollte. In der Halle herrschte jedoch gähnende Leere. Nur 80 bis 100 Menschen hatten sich brav an einem Schalter aufgereiht.

Nach Porto ausweichen wollte Ute Brinkmann nicht, denn dann hätte sie mit dem Zug 500 Kilometer an die Algarve fahren müssen. Die Investition von Zeit und weiteren 28 Euro für die Bahnkarte sparte sich die Hersfelderin. Ihr Ticket will sie später einlösen. „Den Preis von 100 Euro für Hin- und Rückflug kriege ich nie wieder“, sagt sich die Urlauberin und verabschiedete sich nach einer Stunde wieder vom Hunsrück.

Die Aussicht, dass es Sonntag möglicherweise wieder etwas werden könnte mit dem Flugbetrieb, war ihr zu vage. Ihr Mann Willi reist heute nach Dänemark – mit dem Nachtzug. Am Donnerstag hatte er gerade noch den letzten Flug von Toulouse heim geschafft.

Von Kurt Hornickel

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