Was die Bad Hersfelder Kindertagesstätten für die (Persönlichkeits-) Bildung tun

Portfolio und Kistenkobolde

Stolz auf das neue Leitbild für die Hersfelder Kindertagesstätten (von links): Gudrun Kroker, Elke Burghardt, Edgar Steube, Kathy Kraus-Jordan und Kerstin Stephanow. Foto: Schönholtz

bad hersfeld. Ein Portfolio für jedes einzelne Kind, die Aktion „Spielzeug macht Ferien“ und die „Kistenkobolde“ – das sind drei beispielhafte Instrumente für die (Persönlichkeits-) Bildung, die im Rahmen des Leitbilds der städtischen Kindertagesstätten und Kinderkrippen in Bad Hersfeld vorgestellt wurden.

Das Portfolio ist ein Ordner, in dem ausschließlich positive Erlebnisse und Entwicklungsschritte festgehalten werden. Was ein Kind gerne macht, was ihm Freude bereitet und was es kann – das soll hier in Wort und Bild festgehalten und gesammelt werden. In bestimmten Abständen kommt eine Lerngeschichte dazu, etwa der Brief einer Erzieherin an das Kind, in dem aussagekräftige Beobachtungen geschildert werden. Im Idealfall wird die Portfolio-Mappe nach der Kindergarten zeit an die Grundschule weitergereicht, um den Lehrkräften das jeweilige Kind näher vorzustellen.

Spielzeug macht Ferien ist der vorübergehende Verzicht auf das übliche Spielzeug. Stattdessen soll durch Fantasie, Austausch und Absprachen gemeinsam Neues entdeckt werden, etwa „Höhlenbauen“ mit Möbeln oder Basteln mit Karton und Papprollen.

Die Kistenkobolde schließlich sind vier Handpuppen, die die Basis-Emotionen Freude, Traurigkeit, Zorn und Angst symbolisieren. Hier sollen die Kinder lernen, mit ihren Empfindungen umzugehen und zu entdecken, dass es völlig normal ist, auch mal wütend zu sein oder Angst zu haben.

Von Karl Schönholtz

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