Verkehr im Kurviertel war Thema im Bauausschuss

Den Poller vom Ende in die Mitte?

Bad Hersfeld. Die problematische Situation beim Durchgangsverkehr und beim Parken im Bad Hersfelder Kurviertel war jetzt einmal mehr Thema im Stadtverordneten-Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt. Im Unterschied zu früher gab es diesmal jedoch konkrete Ergebnisse.

Als Sofortmaßnahme wurde auf Vorschlag von Martin Bode, dem Fachbereichsleiter Technische Dienste, beschlossen, im gesamten Bereich zwischen Fulda- und Wittastraße, also zwischen Opel-Haus und Stadthalle, testweise Anwohnerparken und zeitlich begrenztes Parken einzuführen, um die vorhandenen Stellplätze besser auszunutzen. In diesen Straßen sind mittlerweile Dauerparker ein Problem, dem auf diese Weise begegnet werden soll.

Alternative am Hotel

Als Alternative für diejenigen, die ihr Auto den ganze Tag abstellen wollen, sollen die bereits vorhandenen, aber kaum je genutzten Parkplätze hinter dem Hotel Thermalis dienen. Hier will die Stadt mit dem Grundstückseigentümer sprechen, um die Pachtkosten zu erfragen.

Um den Durchgangsverkehr mehr oder weniger gleichmäßig auf die Straßen Am Kurpark und Am Weinberg zu verteilen, wird erwogen, die bislang am Krankenhaus St. Elisabeth platzierte Poller-Anlage an die Schnittstelle beider Straßen, also etwa in die Mitte des Kurviertels zu versetzen.

Das würde bedeuten, dass die Zufahrt zum Stadion, zu den Tennisplätzen und zur Gastronomie an der Fulda nur noch aus Richtung Süden möglich wäre, also nicht mehr entlang des Kurparks.

Vernünftig, aber zu teuer

Auch hier werden im Technischen Rathaus jetzt die Kosten recherchiert. Angedacht ist eine Testphase mit einer mobilen Schranke. Die könnte im nächsten Frühjahr zum Einsatz kommen.

Als vernünftig, aber vorläufig wohl zu teuer wird vom Ausschuss der Vorschlag eingeschätzt, die Besucher dieses Freizeitareals an der Unteraue ganz aus dem Kurviertel herauszuhalten, indem der Parkplatz auf der Johannesberg-Seite der Fulda ausgebaut und mit einer Fußgängerbrücke angebunden wird.

Diese Idee wurde schon im Zusammenhang mit dem Lullus-Sportpark diskutiert. Der vom Bürgermeister eingestellte Ansatz im Haushalt 2013 fiel jedoch dem Sparzwang zum Opfer.

Kein Parkhaus

Weitere Ideen, die im Sommer bei einer Ortsbesichtigung des Ausschusses entwickelt worden waren, mussten verworfen werden: Der Ausbau eines Wirtschaftsweges als neue Zufahrt zur Unteraue erwies sich als wenig erfolgversprechend wie auch der Neubau eines Parkhauses zwischen Kurhaus und Stadthalle.

Von Karl Schönholtz

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