Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer

Polizei zieht Lkw aus dem Verkehr

Verkehrsrisiko: Diese fahrbare Baumaschine zog die Polizei auf der A7 bei Kirchheim aus dem Verkehr. Foto: Polizei

KIRCHHEIM. Zwei Sattelzüge hat eine Funkstreife der Autobahnpolizei Bad Hersfeld am Kirchheimer Dreieck vorübergehend aus dem Verkehr gezogen. Die beiden Gespanne stellten nach Angaben der Polizei eine unmittelbare Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer dar.

Beim erster Sattelzug, einer fahrbaren Baumaschine zum Zerkleinern und Sieben von Erdreich und Gestein, stand der gesamte Aufbau so schräg, dass zu befürchten war, der Sattelzug könnte während der Fahrt umkippen. Nicht weniger gefährlich war, dass von der Baumaschine ständig größere Steine und Erdbrocken auf die Fahrbahn fielen.

Die Beamten zogen den Sattelzug aus dem Bereich Leipzig in Kirchheim von der Autobahn auf einen Parkplatz und kontrollierten ihn dort gründlich. Die Baumaschine war vor Fahrtantritt nicht gereinigt worden, teilweise lagen bis zu faustgroße Gesteins- und Erdbrocken auf den Aufbauten und drohten herabzufallen. Hierüber hatte sich der Fahrer keine größeren Gedanken gemacht, wie er auf Befragen einräumte. Auch dass die Hauptuntersuchung des Anhängers bereits seit mehreren Monaten fällig war, hatte ihn nicht gestört.

Ein Gutachter einer technischen Überwachungsorganisation bestätigte den Eindruck der Polizeibeamten und stufte den Sattelanhänger als nicht verkehrssicher ein. Das Fahrzeug wurde zu einer Werkstatt in Kirchheim begleitet und dort repariert und gereinigt. Sowohl den Fahrer, als auch den Halter erwarten erhebliche Bußgelder und Punkte in Flensburg.

Völlig ungesichert

Den zweite Sattelzug entdeckten die Beamten auf einem Parkplatz. Er war mit Maschinenteilen und zwei Eisenbahn-Güterwaggons beladen. Die mehrere hundert Kilogramm schweren Maschinenteile, waren auf dem Sattelanhänger mit offenen Aufbauten völlig ungesichert. Sie hätten bereits bei geringen Ausweichbewegungen oder schneller Kurvenfahrt herabgefallen können, stellte die Polizei fest.

Die beiden Waggons waren ebenfalls so schlecht gesichert, dass ein Herabrollen zu befürchten war. Auf den Ladeflächen der Waggons lagen weitere Maschinenteile ohne Sicherung .

Der Fahrer hatte keine Möglichkeit, seine Ladung nachträglich ausreichend zu sichern. Der Sattelzug musste mit Hilfe eines Krans teilweise entladen und mit neuem Material vorschriftsmäßig gesichert werden. Außerdem wurde der sogenannte Verfallbetrag, der als Ausgleich für den, so die Polizei, „rechtswidrigen Vermögensvorteil“ erhoben wird, freiwillig vorab bezahlt. (red/zac)

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