Betrüger nutzen Bezahldienst Western Union

Polizei warnt vor Zahlung ins Ausland

BAD HERSFELD/BEBRA. Bei der Kriminalpolizei in Bad Hersfeld häufen sich in jüngster Zeit die Mitteilungen, dass versucht wird, Menschen zu veranlassen, über Western Union Geld ins Ausland zu transferieren. Dabei werden Gewinnaussichten, Geldstrafandrohungen oder auch ein Autokauf mit Vorauszahlung als Vorwände angegeben

Western Union ist nach Angaben der Polizei ein Bezahldienst der Post, der durchaus seriös genutzt werden kann. Betrüger haben ihn sich aber zu Nutzen gemacht, da mit ihm sekundenschnell Geld ins Ausland transferiert werden kann und der Empfänger dort lediglich eine Abholnummer oder ein Passwort braucht, um an das Geld zu gelangen. Ausweise müssen im Ausland zur Abholung nicht vorlegt werden.

Jüngst wurde einer Frau in Bebra telefonisch mitgeteilt, dass sie Schulden habe. Ihr wurde damit gedroht, dass bei Nichtzahlung der Gerichtsvollzieher käme und dann bis zu zehnfache Mehrkosten entstehen könnten. Wenn der Betrag per Western Union beglichen werde, käme aber zusätzlich ein Gewinn in Höhe von 4 000 Euro auf sie zu.

Die Angst und Aufregung veranlasste die Frau zur Post zu gehen. Dort wollte sie die Zahlung tätigen. Als sie der Angestellten erzählte warum, kam es dieser aber verdächtig vor und sie riet der Frau die Polizei einzuschalten. Ihrer umsichtigen Kundenberatung, so erklärt Polizei-Pressesprecher Manfred Knoch, sei es zu verdanken, dass der finanzielle Verlust nicht eintrat.

Anders in Bad Hersfeld. Hier erlitt eine Frau einen finanziellen Schaden von über 6 000 Euro bei vier Zahlungen per Western Union ins Ausland. Auch hier war ein Geldgewinn in Aussicht gestellt worden.

Grundsätzlich wird vor Barzahlungen an nicht persönlich bekannte Empfänger ins Ausland gewarnt. Zahlungen per Western Union sollten eindeutig hinterfragt werden. Wer Zweifel hat, sollte bei der Polizei nachfragen, empfiehlt Knoch. (red/zac)

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