Gezielte Kontrollaktion bei Zweiradfahrern

Polizei stoppt frisierte Mofas

Hersfeld-Rotenburg. Motorradfahrer sind im Straßenverkehr einem 18-mal höheren Risiko als Pkw-Insassen ausgesetzt, bei einem Verkehrsunfall getötet zu werden. Schon der geringste Zusammenprall kann zu schweren Verletzungen führen.

Deshalb hat die Polizei in den letzten Wochen vermehrt Kontrollen vorgenommen. Insgesamt wurden 325 Motorräder, 11 Leicht- und 23 Kleinkrafträder sowie 34 Mofas überprüft – insbesondere im Bereich weiterführender Schulen in den Landkreisen Fulda, Hersfeld-Rotenburg und dem Vogelsbergkreis.

Dabei wurden 156 Zweiräder beanstandet. In 33 Fällen wurde zu schnell gefahren. 81 Fahrzeuge waren technisch verändert. In 20 Fällen war sogar die Betriebserlaubnis erloschen.

Die meist jugendlichen Fahrer von Mofas und Kleinkrafträdern hingegen waren überwiegend nach der Entfernung von mechanischen Drosselungen ihrer Fahrzeuge aufgefallen, landläufig auch als „frisieren“ bekannt. Auf dem mobilen Rollenprüfstand der Polizei erreichten ihre Fahrzeuge eine wesentlich höhere Geschwindigkeit als erlaubt.

Der normale Mofa-Führerschein reicht dann nicht mehr aus. Deshalb wurden in sechs Fällen gegen überwiegend gegen Jugendliche Anzeigen wegen Fahrens ohne erforderliche Fahrerlaubnis erstattet. (kai)

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