Kontrolle in Zügen zwischen Kassel und Fulda

Polizei erwischt 85 Schwarzfahrer

Hersfeld-Rotenburg. Insgesamt 85 Strafverfahren wegen „Schwarzfahrens“ sind das Ergebnis einer von der Bundespolizei begleiteten Fahrausweiskontrolle in Zügen des Verkehrsunternehmens Cantus. Bei der Kontrolle auf der Strecke zwischen Kassel und Fulda wurden am Donnerstag rund 1000 Fahrgäste überprüft. Und: „Solche Maßnahmen wird es künftig öfter geben“, betonte Polizeirat Carsten Decker, Leiter der Bundespolizeiinspektion Kassel.

85 Fahrgäste konnten kein gültiges Ticket vorzeigen. Ob mit oder ohne Ausrede, alle erwischten Schwarzfahrer mussten ein erhöhtes Beförderungsentgelt in Höhe von 40 Euro zahlen. Hinzu kommt ein Strafverfahren wegen Erschleichens von Leistungen. Bei zwei Personen kam noch eine Anzeige wegen Betrugs hinzu. Ein 23-Jähriger aus Wolfhagen wollte sich jünger machen als er war und zeigte eine Kinderfahrkarte vor. Im zweiten Fall gab ein 15-Jähriger aus Hünfeld falsche Personalien an.

„Schwarzfahren ist kein Kavaliersdelikt“, sagt Carsten Decker. Das Fahren ohne Fahrkarte ist eine Straftat. Bei Mehrfachtätern ist sogar eine Haftstrafe möglich.

Bei einer Kontrolle der Bundespolizei sei im vergangenen Jahr ein 33-Jähriger aus Gießen anschließend im Gefängnis gelandet. Der Mann war per Haftbefehl von der Staatsanwaltschaft Frankfurt/Main gesucht worden. Er war in zehn Fällen wegen Erschleichens von Leistungen sowie wegen Betrugs zu einer Geldstrafe in Höhe von 1150 Euro verurteilt worden. Da er nicht zahlen wollte, kam der 33-jährige Schwarzfahrer in Haft. (red/nm)

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