Beamter wurde bei Radarkontrolle erschossen

Polizei erinnert an getöteten Kollegen

Hersfeld-Rotenburg. Das Polizeipräsidium Osthessen gedenkt in diesen Tagen des ermordeten Polizisten Günter Knöpfel. Der damals 41-jährige war am 18. Januar 2000 bei einer Radarkontrolle auf der Autobahn A4 mit einem Schuss ins Herz ermordet worden. Der Polizeibeamte hinterließ eine Frau und zwei minderjährige Kinder. Ein Kollege wurde bei dem Schusswechsel verletzt.

Bei dem später ermittelten Todesschützen handelte es sich um einen 46-jährigen Mann aus Halle, der in Frankfurt als Busfahrer arbeitete. Er fürchtete offenbar um seine Fahrerlaubnis, weil er bereits viele Punkte in Flensburg und schon eine Fahrverbotszeit hinter sich hatte. Über die Auswertung des Radarfilms gelang es der Polizei schließlich, den Täter festzunehmen. Er wurde am 19. September 2000 von der großen Strafkammer des Landgerichts Fulda zu zwölf Jahren und sechs Monaten Haft wegen Totschlags und räuberischer Erpressung verurteilt. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hob diese Urteil später auf. In einem zeiten Prozess wurde der 46-Jährigen zu 15 Jahren Haft wegen Mordes verurteilt.

Die Polizei erinnert anlässlich des 10. Todestages ihres Kollegen an die Gefahren, denen Polizeibeamte selbst bei Routinemaßnahmen ausgesetzt sein können. Das Polizeipräsidium Osthessen wird Polizeihauptmeister Günter Knöpfel stets ein ehrendes Andenken bewahren, heißt es in einer Pressemitteilung. (red/kai)

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