BASU 21: Neues Präventions-Projekt für jugendliche Intensivtäter

Polizei im Einsatz gegen Knast-Karrieren

Bad Hersfeld. Die Polizei im Kreis Hersfeld-Rotenburg will mit einem neuen Konzept jugendliche Intensivtäter vor einem dauerhaften Abgleiten auf die schiefe Bahn bewahren. Das Projekt heißt BASU 21, was für „Besonders auffällige Straftäter unter 21 Jahren“ steht, und läuft seit rund vier Wochen in unserem Kreis. In Kassel wurde es bereits vor einem Jahr gestartet und zeigt dort erste messbare Erfolge.

„Fast 20 Prozent aller Tatverdächtigen im Kreis Hersfeld-Rotenburg im Jahr 2010 waren unter 21 Jahre alt“, erklärte Polizeioberrat Dieter Willhardt. Auch die Opfer kämen zu einem überdurchschnittlich hohen Anteil aus dieser Altersgruppe. Dort will die Polizei ansetzten.

Für das Projekt BASU 21 hat die Polizei im Kreis zwei zusätzliche Planstellen genehmigt bekommen. Die Polizeibeamten Frank Müller und Jörg Bialas werden sich nun gezielt um die jugendlichen Intensivtäter kümmern. Dabei handelt es sich um elf Männer und eine Frau im Alter zwischen 14 und 21 Jahren, die fast alle bereits mit Gewaltdelikten straffällig geworden sind, erläutert Willhardt.

Der Schwerpunkt der Arbeit liegt dabei im präventiven Bereich. Durch ein frühzeitiges Erkennen und ein individuelles Vorgehen sollen die Jugendlichen, die erfahrungsgemäß oft aus einem schwierigen sozialen und familiären Umfeld stammen, vor einem dauerhaften Abgleiten in die Kriminalität bewahrt werden.

Dabei arbeiten Polizei, Justiz, Jugendamt, Schule und Eltern zusammen. Doch auch Repression, also Strafe, ist in dem Konzept vorgesehen. Sie soll deliktübergreifend, täterorientiert und vor allem zeitnah erfolgen.

„Bei vielen dieser jungen Menschen haben die Schulen längst resigniert“, weiß Osthessens Polizeipräsident Alfons G. Hoff. Es müsse alles versucht werden, um sie in ein normales Leben zurückzuführen, weil sie sonst für lange Zeit die Gesellschaft bedrohen und belasten würden. Zum Tage

Von Kai A. Struthoff

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