Weniger Unfälle mit großen Maschinen: Kontrollen zeigen Erfolge

Polizei begleitet Start in die Motorradsaison

Hersfeld-Rotenburg. Dem Massenstart in die Motorradsaison steht nichts im Wege. Mit dabei sind die Polizeibeamten im Kreis Hersfeld-Rotenburg, die an Unfallschwerpunkten zur Stelle sind, um motorisierte Zweiradfahrer zu kontrollieren, aber auch zu informieren. Die Beamten der Polizeistationen Hersfeld und Rotenburg sowie Beamte der Polizeiautobahnstation Bad Hersfeld, die im vergangenen Jahr mit vier neuen BMW-Motorrädern ausgerüstet wurden, mischen sich ins Verkehrs-Getümmel.

„Wir wollen unsere erfolgreiche Präventionsarbeit fortsetzen“, sagt Polizeihauptkommissar Peter Lippert von der Polizei in Bad Hersfeld. In 77 Unfälle im Kreisgebiet waren 2010 Motorrad- oder Mofafahrer verwickelt. 37 Motorradunfälle bedeuten eine Abnahme um knapp 40 Prozent. 40-mal wurden Mofas in Unfälle verwickelt. Das ist eine Zunahme um ein Fünftel gegenüber 2009. Zu Tode kam in 2010 kein Zweiradfahrer auf den Straßen im Landkreis.

Bei den 23 Unfällen mit größeren Maschinen (ab 125 Kubikzentimetern) wurden acht Menschen schwer verletzt, bei weiteren elf Unfällen zogen sich 17 Menschen leichtere Verletzungen zu.

Unfallursache Nummer eins bleibt bei den Zweiradfahrern überhöhte Geschwindigkeit, gefolgt von Unachtsamkeit und Fehlern beim Abbiegen. Aber auch dreimal kollidierten Motorradfahrer mit Wildtieren. Nur einmal war Alkohol am Lenker im Spiel. 18 der Unfälle hätten die Zweiradfahrer zumindest zu einem Teil mitverschuldet, diagnostiziert Polizeihauptkommissar Peter Lippert.

Es gibt aber auch Lichtblicke: So hat sich in 2010 auf der kurvenreichen Strecke am Stock zwischen Niederthalhausen und Wüstefeld kein einziger Unfall ereignet, obwohl immer mehr Biker auf der früheren Bergrennstrecke ihre Kurvenlage testen. Die Polizei war am Wochenende vor Ort, und das trägt Früchte.

ZUM TAGE, HINTERGRUND

Von Kurt Hornickel

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