Thüringens Ministerpräsidentin besucht Bad Hersfeld und erinnert an 20 Jahre Einheit

Ein politisches Wunder

Ehrengast und Ehrenvorsitzender: Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und der CDU-Ehrenvorsitzende Reinhold Stanitzek. Foto: Struthoff

Bad Hersfeld. Die Ministerpräsidentin von Thüringen, Christine Lieberknecht (CDU), hat am Sonnabend Bad Hersfeld besucht. Sie war Ehrengast bei der Geburtstagsfeier des CDU-Ehrenvorsitzenden Reinhold Stanitzek, der Parteifreunde und Nachbarn zu einem Weinfest in den Finkenweg eingeladen hatte.

Die Ministerpräsidentin nutzte die Gelegenheit, um dem ehemaligen „Aufbauhelfer“ Stanitzek für seine Verdienste in Thüringen zu danken. Der frühere Staatssekretär im hessischen Innenministerium hatte von 1993 an als Sprecher der Geschäftsführung der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG) gearbeitet. Lieberknecht bescheinigte ihm „Menschlichkeit und Kämpfertum für die deutsche Wiedervereinigung“.

Die Ministerpräsidentin, die zurzeit auf Sommerreise durch Thüringen ist, erinnerte an die Deutsche Einheit vor 20 Jahren und würdigte die Aufbauleistung nach der Wende. „Es ist wirklich etwas Einzigartiges entstanden, Neues verbindet sich mit den Traditionen des alten Thüringen“, sagte Lieberknecht. Gleichzeitig dankte sie dem Land Hessen für die Hilfe und Unterstützung nach der Wende, für die sich besonders der damalige Ministerpräsident Walter Wallmann eingesetzt habe. Die Wiedervereinigung bezeichnete Lieberknecht als ein „politisches Wunder“.

Stanitzek dankte der Ministerpräsidentin und bezeichnete sie als „eine mutige Frau“. Die Pfarrerin war 1981 in die CDU der DDR eingetreten und hatte vor 20 Jahren maßgeblich an der Weimarer Erklärung zur Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit mitgewirkt.

„Ich habe immer daran geglaubt, dass ich die Wiedervereinigung noch erlebe“, sagte ein sichtlich gerührter Stanitzek, obwohl darüber früher viele den Kopf geschüttelt hätten.

†  Ein ausführliches Interview mit Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht über die Deutsche Einheit, den Solidarbeitrag und die Lage der CDU lesen Sie in der morgigen Ausgabe unserer Zeitung.

Von Kai A. Struthoff

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